Zum Hauptinhalt springen

29 Klagen gegen Schmähschriften der SVP

Homosexuelle Schweizer Schwule und Lesben wehren sich gegen Anfeindungen. Mit einer Klage gegen eine von der Jungen SVP Wallis verfassten Schmähschrift wollen sie ein Zeichen setzen – wenn nötig bis zum Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.Beim Unterwalliser Untersuchungsrichter wurden 29 Klagen deponiert, wie Jean-Paul Guisan, Westschweiz-Sekretär der Schwulenorganisation Pink Cross, gestern vor den Medien sagte. Damit will sich die homosexuelle Gemeinschaft gegen weitere Attacken schützen. Auslöser für die Klagen war eine Medienmitteilung der Jungen SVP Wallis vom 17. Mai, in der homosexuelle Menschen beschimpft worden waren. Homosexualität richte sich «gegen die Familie, den Ort des Fortbestandes des menschlichen Geschlechts und also auch des Überlebens einer Nation», war darin zu lesen. Die Mitteilung datiert vom 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen die Homophobie. An der Medienkonferenz von Pink Cross und LOS, der Lesbenorganisation Schweiz, wurde der Inhalt als «inakzeptabel und unerträglich» bezeichnet. Solche Aussagen hätten einen direkten Einfluss auf viele junge homosexuelle Menschen in der Schweiz, die dadurch stark verunsichert würden. Die Klagen richteten sich gegen die Verfasser der Medienmitteilung, nicht gegen die Partei. Die Kläger stützen sich auf das Antirassismusgesetz. Sie sind bereit, bis nach Strassburg an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu gehen. (sda) >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch