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Gschichten aus der Lorraine

Fast wie bestellt ist ein Buch über jenes Berner Stadtquartier erschienen, in dem seit Mai 2008 auch der «Bund» angesiedelt ist: «Die Lorraine» («Bund» von gestern, Seite 23). Interessiert haben wir die historischen Schwarz-Weiss-Bilder betrachtet. Eins davon zeigt das Gebäude mit dem charakteristischen Turm, das Restaurant Du Nord, wie man es heute kennt. An der Gartenwirtschaft führen Eisenbahnschienen vorbei. Rollzäune verhindern damals, dass dort, wo heute der Bern-Mobil-Bus hält und der Autoverkehr braust, Menschen und Fahrzeuge auf den Gleiskörper gelangten. Im Hintergrund wäre das Medienhaus der Espace Media zu sehen, wenn es schon existiert hätte. Die Firmenadresse Dammweg 9 erinnert an den längst verschwundenen Bahndamm. Nachdem 1941 die moderne Betonbrücke in Betrieb gegangen war, wurde die Bahnlinie verlegt. Wer heute mit dem Zug in Bern einfährt, bemerkt vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof, dass einige Reisende ihre Köpfe nach rechts recken und verstimmt vor sich hinmurmeln, wenn sie der Transparente und Schmierereien an der Reitschule ansichtig werden. Was wäre , dachten wir, wenn die vielen Intercity-, Interregio- und Bummelzüge immer noch den Dammweg passieren würden, der Fensterfront des Medienhauses entlang? An dieser Fassade würden die Passagiere das Transparent «www.rettet-den-bund.ch» erblicken. Einige würden ihr internettaugliches Handy oder den Laptop zücken – und noch bevor sie im Hauptbahnhof ankämen, hätten sie sich schon als unterstützendes Mitglied dieser Aktion eingetragen. Man staunt, wie schnell das heute geht. Markus Dütschler>

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