Zum Hauptinhalt springen

Verstösse ahnden wie im Verkehr

Nicht als Funktionär, Politiker oder Vereinsvertreter, sondern als jahrzehntelanger YB-Fan seit der Jugendzeit richte ich mich heute an einige unverbesserliche YB-Fans, die immer wieder für Unmut unter den Matchbesuchern und in der Öffentlichkeit sorgen.Die Spanne von einer Person, die inmitten einer Menschenansammlung Pyros abbrennt oder Gegenstände aufs Spielfeld wirft, und einem Hooligan ist wohl gewagt, aber in einigen Fällen trotzdem nicht abwegig. Der Vereinsleitung, die das Wort Dummkopf verwendet, muss ich uneingeschränkt beipflichten. Wenn immer wieder während der vergangenen Saison die mehrmaligen Aufrufe des Stadionsprechers, wonach das Abbrennen von Feuerwerk «nicht erlaubt» sei, im Sande verlaufen, so muss von einem eindeutigen Verstoss gegen geltende Spielregeln gesprochen werden. Warum wird eigentlich nicht die Wortwahl «verboten» angewendet? Überall sonst, sei es im Strassenverkehr, in der Öffentlichkeit, aber auch im Spielbetrieb, werden Verstösse gegen geltende Spielregeln, Gesetze oder Verordnungen geahndet. So muss dies auch bei einigen Unverbesserlichen im YB-Fansektor gelten. Wenn sich solche erst noch vermummen, so müssen diese offenbar ein schlechtes Gewissen haben und befürchten, erkannt zu werden. Somit wissen diese genau, dass sie gegen geltende Spielregeln verstossen. Dass zur Erzeugung einer guten Stimmung Pyros absolut unnötig und kontraproduktiv (nehmen zudem Tausenden Matchbesuchern zeitweise die Sicht aufs Spielfeld) sind, zeigte das mustergültige Verhalten am letzten YB-Heimspiel gegen Luzern. Die 2. Halbzeit, die gänzlich ohne Pyros sowohl auf Luzerner- wie auf YB-Seite ablief, war ein Exempel dafür, wie es gehen kann. Lautstark und mit den üblichen Sprechchören, aber ohne Pyros, machten die YB-Fans nach dem Ablauf der 40 «Schweige»-Minuten der 1. Halbzeit Stimmung. Die erwähnten YB-Fans haben es selbst in der Hand, sich als mustergültige Fans zu profilieren und zwar sowohl auswärts wie auch bei Heimspielen. Damit würde auch das Wort Repression völlig obsolet. Ich erwarte deshalb von den Exponenten der YB-Fanclubs und des Dachverbands eine klare und unmissverständliche Distanzierung und eine Demaskierung und Überführung der Übeltäter. Wenn sich die Exponenten der Fanclubs in der Öffentlichkeit Respekt verschaffen wollen, dann müssen sie auch bereit sein, gegenüber Fans die sich nicht an die Regeln halten, unpopuläre Massnahmen zu ergreifen. Die Vereinsleitung fordere ich auf, zusammen mit den Verantwortlichen der YB-Fanclubs, die Präsenz im YB-Fansektor massiv zu erhöhen, um sowohl präventiv wie auch operationell einzuwirken. Muster dafür gibt es insbesondere in England, wo die Verantwortlichen die Fans im Griff haben . . .Claude MignotJegenstorf>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch