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Mehr Lärm wegen Lärmschutzwand

Bis 2015 sollen mindestens zwei Drittel der durch Bahnlärm betroffenen Personen vom Lärm erlöst werden. Das ist ein Umweltschutzanliegen vor allem der Grünen. In Münsingen wurde medienwirksam dagegen gearbeitet, 260000 Franken wurden verschleudert, und das Resultat wurde als Weltneuheit verkauft: Die Lärmschutzwände der Bahn wurden mit Solaranlagen ausgerüstet, die Strom für zwei bis drei Haushalte liefern. Schon das miserable Kosten-Nutzen-Verhältnis lässt aufhorchen. Man könnte es aber akzeptiert, wenn der Erfolg grossartig wäre. Als Lärmschutz sind die mit Solaranlagen ausgerüsteten Wände untauglich, da der Lärm durch Reflexionen im Nahbereich um mehr als 50% verstärkt statt gemindert wird. Zudem bringt die Nähe der Schienen einen erheblichen Anteil Schienenabrieb auf die Wände, wodurch in ziemlich kurzer Zeit die Stromgewinnung stark vermindert wird. Vandalenakte werden ein Übriges tun. Die SBB haben wacker mitgemacht bei dieser Solarübung. Auch die Bähnler kamen nicht auf die Idee, sich beim Bafu über die Lärmschutznachteile zu erkundigen.Kann der Pseudolärmschutz mit Solarwänden volkswirtschaftlich auf die Stufe Abwrackprämie gesetzt werden? Trotz der medienwirksamen Ankündigung als Weltneuheit? Peter HitzMünsingen>

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