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In einer schwierigen Situation

Die Invalidenversicherung befindet sich mit einem Schuldenloch von 14 Milliarden Franken und einem jährlichen Defizit von annähernd 1,5 Milliarden in einer schwierigen Situation – und mit ihr jene Behinderten und Erwerbsunfähigen, die auf die Leistungen dieses Sozialwerkes angewiesen sind.Das zuständige Bundesamt für Sozialversicherungen ist (nun endlich!) darum bemüht, die IV gemäss Zweckartikel zu einer Eingliederungsversicherung umzubauen. Doch schon hagelt es Kritik: Eine Wiedereingliederung aus der Rente sei nicht möglich, der Tagesanzeiger wiederholt die Mär einer angeblichen Diskriminierung von geistig und psychisch Behinderten. Nehmen wir zur Kenntnis, dass der rasante Anstieg der IV-Renten innerhalb der ersten sechs Jahre des neuen Jahrtausends von 200000 auf 300000 nicht primär auf Erwerbsunfähigkeit (und schon gar nicht auf volle Invalidität), sondern auf den angespannten Arbeitsmarkt zurückzuführen ist und die IV damals von allen Seiten als Auffangbecken bei Langzeitarbeitslosigkeit verwendet wurde. Fangen wir bei uns selber an, geben wir Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit oder fehlendem Diplom eine Chance, indem z.B. Behindertenorganisationen aufhören, 90 Prozent der Jobs mit Nichtbehinderten zu besetzen. Der für Menschen mit erheblichen Behinderungen aller Arten enorm wichtige Meilenstein, mit dem Assistenzbeitrag ein Leben in der eigenen Wohnung und die Integration in den Arbeitsmarkt mit persönlicher Assistenz zu erleichtern, weist den richtigen Weg. Moderne kantonale Behindertenkonzepte werden vielleicht eines Tages folgen.Katharina Kanka, Plaffeien>

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