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Gewerbezentrum «Heubüni»

Der richterliche Entscheid gegen die «Heubüni», ein Kulturlokal, in Ausserortschwaben, wird vom Besitzer als skandalös hingestellt. Die «Heubüni» steht in der falschen Zone, nämlich der Landwirtschaftszone. Das obgenannte Areal in Ausserortschwaben, die sogenannte ZPP Nr. 5B (Zone mit Planungspflicht) gehört zur Ortsplanungsrevision, über die am 16. November an der Gemeindeversammlung abgestimmt wird. Die «Heubüni» und verschiedene andere Annexbauten werden nachträglich von der Landwirtschaftszone in die Gewerbezone eingeteilt. Wer glaubt, dies sei jetzt schon alles, hat sich getäuscht. Der Eigentümer der Liegenschaft will noch eine sogenannt ZPP Nr. 5A, es handelt sich um etwa 10000 m2 (eine Hektare), zusätzlich von der Landwirtschaftszone in die Gewerbezone einteilen lassen. Mit anderen Worten ausgedrückt, wird mitten in der Landwirtschaftszone ein neues Gewerbezentrum entstehen. Es handelt sich hierbei eindeutig um eine Zersiedelung des wertvollen Kulturlandes. Die Gemeinde Kirchlindach, sprich der Gemeinderat, steht voll und ganz hinter diesem Konzept. Statt bestehende Gewerbe- und Bauzonen zu arrondieren, wird wertvolles Landwirtschaftsland mitten im Grünen zerstört. Was hat der Eigentümer dieser beiden Zonen, ZPP Nr. 5A und ZPP Nr. 5B, sonst noch alles an Projekten vorgesehen, da seine Vorgehensweise offenbar alles andere als immer rechtskonform ist. Die Gemeinde weiss bereits in diesem konkreten Fall der «Heubüni» in Ausserortschwaben nicht genau, wie sie reagieren soll. Sind die Mitglieder des Gemeinderates mit der ganzen Situation überfordert? Bis jetzt wurde noch keine unabhängige Fachstelle konsultiert, um nähere Abklärungen und Überprüfungen vorzunehmen. Wie steht es nun mit dem eingangs von Hans Rüedi erwähnten Begriff skandalös. Verdienen nicht vielmehr die Vorgänge, die noch rund um die «Heubüni» vor sich gehen, dieses Attribut.Am 24. und 25. August findet in der «Heubüni» eine Konferenz für Raumplanung und Landwirtschaft mit hochkarätigen ReferentInnen statt, in der unter anderem über den zunehmenden Verlust von Kulturland diskutiert wird. Ist dies, verglichen mit der oben beschriebenen Problematik, nicht ein grotesker Widerspruch, der nur dazu dient, die eigenen Interessen zu rechtfertigen und zu etablieren.Michael NiederhauserKirchlindach>

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