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«Die Herren der Welt»

Bald werden einmal mehr in Davos die Herren der Welt (sprich die Vertreter der transnationalen Konzerne) mantraartig den Mythos von der «unsichtbaren Hand des freien (?) Marktes zum Wohle aller» zelebrieren – und hinter verschlossenen Türen schmutzige Geschäfte tätigen – mit ungeheuerlichen Folgen für Millionen von Menschen und für die Welt . . . Auch in der Schweiz domizilierte Global Players (nomen est omen!) wie UBS, CS, Holcim, Novartis, Syngenta, Glencore werden erneut das Credo des Neoliberalismus vorbeten, das da heisst: Deregulierung, Liberalisierung, Privatisierung. Apropos Nestlé: Vor Kurzem hat das Internationale Forum für Menschenrechte aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Uno-Menschenrechtsdeklaration eine Dokumentation zusammengestellt,welche die fünf schlimmsten Konzerne in Sachen Gewerkschaftsrechte benennt: Nestlé ist dabei. Oder Syngenta, dessen hochgiftiges Pestizid Paraquat jährlich Tausende von Bauern und PlantagenarbeiterInnen vergiftet.Der Casinokapitalismus und seine Dienstboten wie das WEF stecken in einer abgrundtiefen Legitimationskrise! Woher Klaus Schwab und seine Getreuen angesichts der Realität ihre Selbstsicherheit beziehen bzw. weshalb sie nicht vor Scham im Boden versinken, ist mir schleierhaft. Nach dem alten Rezept: «Weiter wie bisher», nur noch mehr vom gleichen, soll es wohl weitergehen: die Gewinne privatisieren, die Verluste sozialisieren. Die UBS lässt grüssen . . . Nicht «nur» in diesem Skandal, auch am WEF, bin ich als unfreiwilliger «Sponsor» mit beteiligt . . . Unser Parlament hat das Gemeinwohl aus den Augen verloren, wenn es weiterhin Millionen an die Sicherheitskosten der «Herren dieser Welt» beiträgt. «Die Tage, in denen Davos als Treffpunkt der besten und brillantesten Köpfe der Weltwirtschaft galt, sind definitiv vorbei.» Es ist zu hoffen, dass James K. Galbraith, der US-Ökonom, mit dieser Aussage recht bekommt.Albert Wilhelm, Stettlen>

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