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Den Fasnächtlern hilflos ausgeliefert

Lieber Verein «Bärner Fasnacht», ich muss mir unbedingt Luft machen. Ich habe eine unsägliche, aber zugleich auch hilflose Wut. Seit Jahren wird unser Hauseingang, die Haustür ist von der Laube etwa zwei Meter zurückgesetzt, an der Bärner Fasnacht vollgepinkelt und auch verhofiert, obwohl wir diesen Bereich ganz grell beleuchten und stets auf Tafeln und Plakaten darum bitten, dies zu unterlassen. Heuer war nun aber der Schock besonders gross. Der ganze Eingang war am Morgen nach der Fasnacht mit weissem, klebrigem Schaum zugeschäumt: die Sonnerie, die Türfalle, der Türklopfer, die Schaufenster, der Boden. . . . respektlos, inakzeptabel, grenzüberschreitend, beleidigend und entwürdigend. Was hat denn das noch mit Fasnacht zu tun? Ist solche Vandale überhaupt noch lustig? Ihre Antwort wird lauten, dass Sie sich von solchen Ausschreitungen distanzieren, Floskeln halt, welche man verwendet, wenn man nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Aber Sie sind doch diejenigen, welche für ein solch grässliches Unternehmen wie die Bärner Fasnacht verantwortlich sind. Ein Unternehmen, welches vielen Anwohnern der unteren Altstadt arg viel Verständnis und guten Willen abverlangt und oft die Grenze des Erträglichen überschreitet. Aber das darf man ja mittlerweile auch nicht mehr laut sagen, um nicht gleich als Spiesser «entlarvt» zu werden. Ich entwickle jedes Jahr wieder einen neuen guten Willen, um diesem unsäglich unkultivierten Fest etwas abzuringen, werde jedoch bloss zorniger und zusehends in hilflose Rage versetzt. Hans Gurtner, BernHaus mit dem Keller zur Zunft der fünften Jahreszeit>

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