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«Bundesrätinnen machen keine Flecken»

Vor Jahrzehnten standen wir ehrerbietig am Strassenrand und liessen den Bundesrat in Frack und Zylinder im Festumzug an uns vorbeiziehen. Tempi passati. Bundesräte kommen beruflich eher aus kleineren Organisationen. Vom ersten Tag an sehen sie sich mit der Aufgabe konfrontiert, 3000 Leute des zugeteilten Departements zu führen. Da die Schweiz keine Insel der Glückseligen, sondern mit der ganzen Welt verbunden ist, sind ordentliche Beziehungen zu den einzelnen Ländern und Ländergruppen nötig. Wichtig und zeitaufwendig sind dabei enge Kontakte zu den Fraktionen der beiden Räte, zu den parlamentarischen Kommissionen und Verbänden. Die Von-Wattenwil-Gespräche werden damit nicht überflüssig. Der Bundesrat muss auch in der Lage sein, sich für ein paar Tage in einen «Krachen» zurückzuziehen, um sich ungestört Gedanken zur alles entscheidenden Frage «Quo vadis Helvetia?» zu machen. Und ein Bundesrat hat ja auch noch eine Frau. Die ist nicht nur da, um ihrem Liebsten jeden Morgen die Kaffeeflecken auf der Krawatte zu entfernen. Bundesrätinnen machen keine Flecken. Etwas Privatleben muss schon drinliegen. Sonst können wir Roboter anstellen. Wollen Sie immer noch Bundesrat werden ?Heiny MundwilerSiselen>

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