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Boga, bitte bleib bestehen

«Boga-Zunkunft wieder offen»«Bund» vom 6. FebruarTorheit der PolitikIn besagtem Artikel habe ich von dem ärgerlichen, kurzsichtigen Entscheid des Regierungsrates gelesen. Ich fand es gut, dass Sie auf der Titelseite davon berichteten. Ich werde den Eindruck nicht los, dass da schon lange Kräfte im Spiel sind, welche dem Botanischen Garten am liebsten den Garaus machen möchten, um dort z.B. einen Hotelkasten zu bauen und damit die Bettenstatistik in Bern zu verbessern oder teure Wohnungen hinzuklotzen. Stolz präsentiert man sich heuer als Gaststadt der Eishockey-WM 09. Andererseits scheint man es bewusst in Kauf zu nehmen, dass der Botanische Garten kurz vor seinem 150. Geburtstag seine Tore schliessen muss. Ein Skandal! Charles Darwin, der gross gefeierte Megastar dieses Jahres, würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er dieses miese Drama um den Botanischen Garten hätte miterleben müssen.Es könnte der Anfang weiterer solcher Sparübungen sein. Zum Beispiel könnte man auch das Stadttheater schliessen. Das rentiert ja auch nicht, oder das Kunstmuseum. Wenigstens sind die Strassen nicht gefährdet. Für diese hat man immer Geld, schon aus Rücksicht auf die Baubranche. Nein im Ernst, so weit sollte es nicht kommen. So viel gesunden Menschenverstand kann man, glaube ich, noch voraussetzen. Man muss sich das einmal vorstellen, was passieren würde, wenn es den Botanischen Garten nicht mehr gäbe. Eine einmalige Vielfalt an exotischen, seltenen Pflanzen ginge unwiederbringlich verloren. Für kommende Generationen ginge ein reiches botanisches Kulturerbe verloren, ein Refugium in unserer immer mehr verödenden, kaputtgebauten Umwelt verschwände für immer. Nicht zuletzt würde die Stadt Bern um eine touristische Attraktion ärmer.Vorbei sind die Zeiten, wo jede grössere Stadt Wert darauf legte, neben einem Zoologischen Garten einen Botanischen Garten zu besitzen. Weshalb klären die Verantwortlichen des Botanischen Gartens nicht mal rechtliche Schritte gegen diese immer wiederkehrende destruktive Salamipolitik ab? Immerhin dürfte der Botanische Garten auch einen gewissen Wert als schützenswertes Objekt für den Heimatschutz haben und viele Pflanzen, die dort vorkommen, fallen unter das internationale Artenschutzabkommen. Hoffentlich wird die Torheit der Politiker nicht Wirklichkeit, hoffentlich siegt die Weitsicht und der Grosse Rat kriegt im Herbst noch die Kurve. Aber leider ist in der Politik mehr als Vorsicht angebracht. Zu oft wurde man schon bitter enttäuscht. Bekanntlich gehören Wunder ins Reich der Märchen. Nichtsdestotrotz, es wäre ein unverzeihlicher Schandfleck für Bern, wenn man sich einen Botanischen Gar-ten nicht mehr leisten könnte.Thomas BeckBernPulvers Auftrag Als zweifacher Familienvater besuche ich diese wundervolle Oase des Öftern mit meinen Kindern. Ich persönlich kann Bernhard Pulver nicht verstehen, dass er; als Erziehungsdirektor des Kantons Bern, auf der einen Seite Schulklassen erhalten will und auf der anderen Seite eine Bildungsstätte für Schulen ignorieren will. Der Grosse Rat hat ihm einen klaren Auftrag erteilt, den er bis zur März-Session 2009 zu erfüllen hat, aber es macht den Eindruck, dass er seiner Aufgabe nicht gerecht werden kann und dieses Dossier auf die lange Bank legen will. Im Weiteren entnehme ich dem «Bund»-Artikel, dass ich als Steuerzahler vom gesamten Regierungsrat des Kantons Bern übergangen werde. Somit hat Bernhard Pulver wieder einmal, wie schon öfters sein Pulver ziellos verschossen. Ich fordere ihn auf, seinem Auftrag gerecht zu werden. Nun hoffe ich, dass ich zu einem anderen Zeitpunkt wieder viel Positives über den Boga hören und lesen kann.Kurt HeinigerRubigen>

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