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Orchestraler Hard-Pop

Hard-Pop: Kurz und trocken. Mit diesem Stilbegriff charakterisiert Placebo-Mastermind Brian Molko den Sound des neuen Albums «Battle for the Sun». Falsch liegt er damit sicher nicht, peitscht der neue Drummer Steve Forrest doch viele der Arrangements ähnlich gnadenlos voran wie ein Jockey sein Rennpferd kurz vor der Ziellinie. Doch diese Härte wird gezielt gebrochen – und zwar durch orchestral inszenierte, von Bläsern und Violinen und psychedelisch-süssen Synthies getragenen Pop-Melodien, wie man sie auf solch eingängliche Art von dieser Band noch nie gehört hat.Gleichwohl muss dem melancholischen Anhänger nun nicht angst und bang werden, denn Molko ist und bleibt Molko; ist und bleibt der charismatische «Prince of Darkness», der mit nasalem Gesang und mal apathischer und mal irrer Leidenschaft von geborstener Liebe, vom zeitlupenartigen Selbstmord oder – dies ist wohl auch eine Art Selbstanklage – von der Zerstörungskraft des Alkohols erzählt. Ein grosses Album, das mit dem Stück «Ashtray Heart» gar eine Reverenz an die eigene Vergangenheit aufweist – es war der erste Name der Band. (thw)Das Album Placebo: «Battle for the Sun» (MV).>

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