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Immer mehr Morde

Der Berner Arzt Peter Hänni ist mit «Rosas Blut» ein klassischer Krimi alter Schule gelungen.

Die Regalbretter der Schweizer Buchhandlungen biegen sich nur so unter Krimis aller Arten. Darunter sind auch Bücher, die mit dem Krimi-Genre höchstens noch am Rande zu tun haben. Aber es gibt noch Autoren, die «klassische» Kriminalromane schreiben, gute «Whodunnits» (eine Verballhornung von «Who has done it»). Darin geht es um die möglichst spannend aufgebaute, hindernisreiche Entschlüsselung eines Verbrechens und am Ende schlicht um das Ergreifen des Täters und das Begreifen seiner Motive – meist inmitten eines komplexen Geflechts persönlicher Beziehungen.Von der Schweiz nach Süditalien«Rosas Blut» von Peter Hänni ist so ein klassischer Krimi alter Schule, und die persönlichen Beziehungen erstrecken sich von der Schweiz bis Süditalien, was die Aufgabe für die Ermittler nicht einfacher macht. Zu Beginn denkt überhaupt niemand an ein Verbrechen. Aber da ist ein junger, italienischstämmiger Arzt vom Berner Inselspital, der mit seinem Vater nach Italien reist, weil dessen jüngster Bruder angeblich an einem Herzversagen gestorben ist. Dem Arzt kommen nach einem bizarren Vorfall bei der Aufbahrung Zweifel an der Theorie des «natürlichen Todes». Schweizer Pathologen – die Ausführungen des Mediziners Hänni sind übrigens überaus lehrreich für alle an Forensik Interessierten – bestätigen den Verdacht: Es war Mord. Und weitere Morde folgen. Augenscheinlich wasserdichte Alibis lassen die Ermittlungen zunächst ins Leere laufen, bis schliesslich ein streng gehütetes Familiengeheimnis ans Licht kommt und hilft, die kluge Geschichte um Gier und Reue aufzuklären.

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