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Grosse Ehre für Ismail Kadare

Literaturpreis Der albanische Schriftsteller Ismail Kadare erhält den diesjährigen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur. Kadare sei zu einer universellen Stimme im Kampf gegen den Totalitarismus geworden, erklärte die Jury am Mittwoch. Der 73-Jährige setzte sich in der Endausscheidung um die «spanischen Nobelpreise» unter anderem gegen Antonio Tabucchi, Cees Nooteboom und Milan Kundera durch. In den 1960er-Jahren wurde Kadare vor allem als Lyriker populär. Als sein Schlüsselroman gilt «Der grosse Winter» (1961), in dem der Autor ein Panorama der albanischen Gesellschaft entwirft. Der Durchbruch gelang ihm mit dem 1963 verfassten Roman «Der General der toten Armee», der später in Frankreich verfilmt wurde. Die politische Haltung des Schriftstellers während des kommunistischen Regimes in Albanien ist umstritten. Kadare gehörte lange Zeit der kommunistischen Partei und dem Parlament an, war aber auch politischen Anfeindungen ausgesetzt. Er ging 1990 ins Exil nach Frankreich, kehrte aber später in die Heimat zurück und lebt heute abwechselnd in Paris und Tirana. 2005 erhielt er als erster Autor den Man Booker International Prize. Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt.Die Prinz-von-Asturien-Preise werden jedes Jahr im Oktober in der nordspanischen Küstenstadt Oviedo vom spanischen Thronfolger Felipe, dem Prinzen von Asturien, in acht verschiedenen Kategorien vergeben und sind mit jeweils 50000 Euro (75000 Franken) dotiert. (sda)

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