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Einzug der Gegenwart im Jahr 2013

Aufgrund des schwierigen Terrains am Aarehang wird der Anbau «Scala» des Tessiner Architekturbüros Baserga/ Mozzetti voraussichtlich erst Ende 2012 fertiggestellt.

Nichts Unvorhergesehenes sei geschehen, beschwichtigt Christoph Schäublin, Präsident der Stiftung Kunstmuseum Bern, gleich vorweg. Dennoch bestätigt er auf Anfrage des «Bund», dass sich die Eröffnung des geplanten Anbaus für Gegenwartskunst einmal mehr verzögern wird. Dies vor allem deshalb, weil sich das Gelände am Aarehang, in dem der Anbau zu stehen kommen soll, als schwieriger als erwartet erweist. «Das wurde wohl im Vorprojekt zu wenig berücksichtigt», räumt Ueli Laedrach von der Baukommission des Kunstmuseums ein. Resultat von SondierbohrungenVorgesehen haben Nicola Baserga und Christian Mozzetti einen zweigeschossigen unterirdischen Anbau, dessen gläsernes Treppenhaus durch eine Passerelle mit der Rückseite des Kunstmuseums verbunden ist. Wie nun zwei kürzlich durchgeführte zusätzliche Sondierbohrungen ergeben haben, befindet sich im Erschliessungsbereich (von der Hodlerstrasse her) eine Hauptkanalisationsleitung. Diese zu verlegen, sei aufwendig und kompliziert, sagt Laedrach. Nötig seien auch zusätzliche Massnahmen zur Baugrubensicherung.Diese Erkenntnisse müssen nun einfliessen in die Ausführungspläne, die derzeit von den Architekten erstellt werden. Nachdem im März bereits eine generelle Baubewilligung für den Anbau erteilt worden war, steht nun das Einreichen eines ordentlichen Baugesuchs an, zu dessen Bestandteilen auch die Ausführungspläne gehören. Laedrach geht davon aus, dass eine Bewilligung bis Februar 2010 vorliegen sollte. Zuvor jedoch müssen die Pläne samt Kostenvoranschlag dem Stiftungsrat des Kunstmuseum vorgelegt werden, der auf dieser Grundlage – voraussichtlich im August – seinen definitiven Bauentscheid trifft. Wie dieser ausfallen wird, dürfte nicht zuletzt auch von der Finanzierung abhängen.Drohen Zusatzkosten?Die für den Erweiterungsbau nötige Summe von 17,5 Millionen Franken (davon 12 Millionen von der Stiftung Gegenwart von Mäzen Hansjörg Wyss) hat das Kunstmuseum beisammen. Falls nun aber angesichts neuer Komplikationen Zusatzkosten entstehen, könnte das mühsam auf Kurs gebrachte Anbauprojekt ins Wanken geraten. Nicht vergessen sind die zähen Verhandlungen um einen Standort(zunächst im Progr) und mit Mäzen Hansjörg Wyss, aber auch der Entscheid, vom Siegerprojekt «angebaut» auf das zweitplatzierte «Scala» umzusteigen, das nun gerade aufgrund seines diskreten Erscheinungsbildes zur topografischen Herausforderung wird. Wird diese gemeistert und läuft alles rund, ist gemäss Laedrach mit einem Baubeginn im Sommer 2010 zu rechnen. Als Zeitpunkt der Fertigstellung wird der Spätherbst 2012 ins Auge gefasst, die Eröffnung soll im Frühjahr 2013 – knapp ein Jahr später als noch im Januar angekündigt – stattfinden. Zu sehen geben wird es laut Museumsdirektor Matthias Frehner eine Auswahl aus all jenen Sammlungen von Gegenwartskunst, die das Kunstmuseum Bern seit Langem beherbergt.

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