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Der Fall Polanski

1977 wird Roman Polanski in Santa Monica, Kalifornien, wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen angeklagt. Im Haus von Jack Nicholson soll Polanski, der nach Filmen wie «Chinatown», «Tanz der Vampire» oder «Repulsion» zu den grossen Filmautoren des Gegenwartskinos zählt, die damals 13-jährige Samantha Geimer mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht haben. Polanski bekennt sich schuldig, sexuelle Handlungen mit einer Minderjährigen vollzogen zu haben. Er verbringt 42 Tage in der psychiatrischen Abteilung einer Haftanstalt. Wieder auf freien Fuss, setzt er sich nach Europa ab. Seit 1978 lebt er in Paris.Nach der Goldenen Palme in Cannes gewinnt Polanski 2003 mit seinem Holocaust-Drama «The Pianist» auch den Oscar als bester Regisseur. Die Gala in Hollywood findet jedoch ohne ihn statt: Wegen des Haftbefehls in den USA nimmt er den Preis nicht persönlich entgegen. Samantha Geimer, das Opfer von Polanskis sexuellem Missbrauch, erklärt in einem TV-Auftritt in der «Larry King Show» öffentlich, dass sie ihm verzeihe. Ihr Anwalt erklärt in derselben Sendung, dass der Fall Polanski ein schlechtes Licht auf die amerikanische Justiz werfe.Der Dokfilm «Roman Polanski: Wanted and Desired» wirft 2008 ein neues Licht auf den Sexskandal. Ohne Polanski von seiner Schuld freizusprechen, weist Regisseurin Marina Zenovich Unregelmässigkeiten im Verfahren gegen Polanski nach. (kul)>

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