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Amouröses Hin und Her

Birgit Minichmayr und Lars Eidinger spielen in «Alle Anderen» ein Paar mit unglaublicher Natürlichkeit.

Anders als «Alle Anderen» – oder doch nicht? Birgit Minichmayr mit Lars Eidinger im brillanten Liebesfilm von Maren Ade. (zvg)
Anders als «Alle Anderen» – oder doch nicht? Birgit Minichmayr mit Lars Eidinger im brillanten Liebesfilm von Maren Ade. (zvg)

Ein deutsches Paar in den Ferien auf Sardinien. Gitti, Presseagentin eines Plattenlabels, steht mit beiden Beinen auf dem Boden und will klare Verhältnisse in der Beziehung. Chris, ein Architekt, hat Höheres im Sinn. Er zaudert, leidet, zweifelt an seiner Männlichkeit und möchte gern sein wie sein erfolgreicher Kollege, der ebenfalls im vermeintlichen Paradies auftaucht. Birgit Minichmayr und Lars Eidinger spielen dieses Paar, das sich suchend voneinander entfernt und tastend wieder sucht, mit unglaublicher Natürlichkeit, als seien ihnen die Rollen auf den Leib geschrieben worden. Die deutsche Autorin und Regisseurin Maren Ade hat das amouröse Hin und Her betörend-präzis und mit leichter Hand im Stile eines Eric Rohmer inszeniert. Der Film wirkt spontan wie eine Skizze, luftig wie ein Chanson, und doch ist alles genauestens komponiert. Selten wurden die Sehnsüchte, Ängste und Identitätskrisen eines jungen Paars so präzis eingefangen.

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