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Ziegler erhält den Thunpreis

Thun Die Stadt Thun ehrt den international wohl bekanntesten Thuner, den Soziologen Jean Ziegler, mit dem Thunpreis. Damit würdigt die Stadt das grosse Engagement des früheren Uno-Sonderberichterstatters und SP-Nationalrats. Ziegler engagiere sich kämpferisch und mutig gegen den Hunger in der Welt, unter anderen im beratenden Ausschuss des Uno-Menschenrechtsrates sowie in der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe in Irak. Sein unermüdlicher Einsatz für zentrale Anliegen der Menschheit finde über die politischen Lager hinaus Anerkennung. 1934 kam Jean als Hans Ziegler in Thun zur Welt. Er wuchs im Lauenenquartier auf und besuchte Thuner Schulen. Ziegler machte als Jugendlicher begeistert bei den Thuner Kadetten mit und wurde 1949 sogar Kadettenhauptmann. Zieglers Schwester war ebenfalls politisch aktiv, allerdings bei den Freisinnigen. Bis zu seiner Emeritierung im Mai 2002 war Ziegler Professor für Soziologie an der Universität Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. Von 1967 bis 1983 und von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die SP. Ziegler gilt als scharfzüngiger und streitbarer Globalisierungskritiker. Er verfasste mehrere Sachbücher, darunter etwa «Das Imperium der Schande. Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung» oder «Die Schweiz wäscht weisser». Der Thunpreis besteht aus einer schlichten Drahtskulptur des Wimmiser Künstlers Erich Oetterli. Die Stadt wird Ziegler den Preis am 17. März im Rahmen einer Feier im Rathaus übergeben. (sda)>

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