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Wasserrappen für Arme

Grosser Rat Im Kanton Jura gibt es ihn schon, der Kanton Bern prüft nun, ob er ihn auch einführen will: einen solidarischen Wasserrappen für sauberes Wasser in Entwicklungsländern. Gestern überwies der Grosse Rat ein entsprechendes Postulat von SP-Grossrätin Flavia Wasserfallen äusserst knapp mit 67 zu 66 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Wasserfallen fordert den Regierungsrat auf, einen Rappen pro Kubikmeter Trinkwasser zu erheben, um Wasserprojekte in Entwicklungsländern zu unterstützen. «Mehr als 2,6 Milliarden Menschen haben nicht regelmässig Zugang zu Trinkwasser», sagte die Grossrätin. Der Kanton Bern aber verfüge nicht nur über genug kostbares Nass, sondern auch über das Wissen und die finanziellen Mittel für einen Solidaritätsbeitrag. «Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gibt es pfannenfertig beim Bund, und der administrative Aufwand für den Beitrag wäre minimal.»«Gibt Verwaltungsaufwand»Die bernische Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer (sp) erklärte sich bereit aufzuzeigen, wie ein Solidaritätsbeitrag erhoben werden könnte. «Mit einem Wasserrappen könnte der Kanton Bern 1,2 Millionen Franken pro Jahr generieren», sagte sie. Allerdings gebe es einen gewissen Verwaltungsaufwand. «Wir haben über 400 Wasserversorgungen im Kanton.» Bei den kleineren würden die effektiv verbrauchten Wassermengen nicht gemessen, was die Erhebung des Wasserrappens schwierig mache. Die Installation von Wassermessern sei möglich, aber teuer. Prüfen müsse man schliesslich, wie die Gelder verteilt werden könnten. (sn)>

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