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Vor 200 Jahren kam die Lawine

1808 donnerte eine Lawine auf das Dorf Obermaad.

Auf der Internetseite der Kirchgemeinde finden sich dazu Auszüge aus Chroniken und Kirchenrödeln. «In dem Jahr schneite es schon früh im Tal. Es schneite fast täglich von Michaeli bis 6. Dezember. Da hat es angefangen erst recht zu schneien und es kam ein gewaltiger Wind. Auch herrschte eine riesige Kälte.» Am Abend des 12. Dezembers brach die Lawine über das Bergdorf herein. 70 Menschen lebten im Weiler Obermaad. «Mehrere Häuser wurden ganz zerstört und kein einziges blieb unbeschadet», zitiert Pfarrerin Ivana Fucik alte Quellen. 23 Menschen kamen um, darunter kinderreiche Familien. Eine junge Frau mit ihrem Säugling fand man erst im Frühling. Leben mit Naturgefahren Im Gadmental und in Bergdörfern haben die Menschen gelernt, mit Naturgefahren zu leben. Ortschaften wie Gadmen oder das im benachbarten Tal gelegene Guttannen sind im Winter nicht selten wegen prekärer Schneeverhältnisse ein oder mehrere Tage von der Umwelt abgeschnitten. Schutzbauten verhindern, dass wie 1808 Lawinen auf die Dörfer niedergehen. Doch mehr als die Naturgewalten gibt den Gadmern ein anderes Phänomen zu denken: die Entvölkerung der Bergtäler. «Dieses Jahr sind auf dem Friedhof in Gadmen fünf Menschen beerdigt worden. Kein einziger kleiner Gadmer wurde geboren», schreibt Pfarrerin Fucik dazu. >

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