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SVP-Mamis im Clinch

Noch ist die St. Galler SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter-Hutter auf der Liste der eidgenössischen Parlamentarier vertreten. Und in der Biografie der 31-Jährigen steht unter der Rubrik «Anzahl Kinder» immer noch eine Null. Dieser Eintrag beginnt aber allmählich nicht mehr ganz zu stimmen: Denn Hutter-Hutter bekommt im Dezember ein Kind. Und wie so oft, wirft auch hier ein freudiges Ereignis seine Schatten voraus: Hutter-Hutter hat dieser Tage ihren Rücktritt aus der Politik erklärt. Für sie sei Politik und Familie nicht vereinbar. Dass Mutter Hutter-Hutter mit ihrem Schritt «die konsequente Verwirklichung des SVP-Rollenbildes» verfolgen wolle, passt nun den SVP-Frauen Kanton Bern nicht. «Es gibt kein SVP-Rollenbild», schreiben die Bernerinnen in einer gestern veröffentlichten Mitteilung. Ob sich eine Frau für den Beruf, für Kinder oder Politik oder für Beruf, Kinder und Politik entscheide, basiere auf einem gemeinsamen Entscheid der Partner. Und weiter: Dass die Frauen der SVP sich aus Politik und Beruf verabschieden sollen, sobald ein Kind da ist, «entspricht weder unseren Wertvorstellungen noch der Realität». Jolanda Brunner-Zwiebel, Präsidentin der SVP Frauen Kanton Bern (und selber Mami – und übrigens auch Harmos-Befürworterin), sagte auf Anfrage, im Vorstand seien sie sich einig: «Wir definieren unser Rollenbild selber – wir lassen uns dieses doch nicht von einer Parteidoktrin vorschreiben.» Dölf Barben>

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