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1500 für die Gemeinden

Asylwesen Wegen der angespannten Situation im Asylwesen werden per 1. August 1500 Asylsuchende den Gemeinden im Kanton Bern zugewiesen. Florian Düblin, Leiter des Migrationsdienstes, bestätigte eine Medienmitteilung aus Brienz. Die Oberländer Gemeinde teilte mit, dass sie per 1. August zusätzlich 10 Asylbewerber aufnehmen müsse und sie dafür entsprechenden Wohnraum suche. Zusätzlich oder überhaupt wieder Asylsuchende zugewiesen werden an Gemeinden, die mehr als 750 Einwohner zählten. Gemeinden, die bereits jetzt viele Asylsuchende untergebracht hätten, müssten keine neuen aufnehmen. «Die Zahl richtet sich proportional zur Bevölkerung», sagte Düblin.Anfang Jahr seien die Gemeinden informiert worden, dass weiterhin mit noch mehr Asylsuchenden zu rechnen sei, sagte Lorenz Hess, Präsident des Verbands Bernischer Gemeinden. Im vergangenen Herbst hatte der Regierungsrat die Situation als Notlage erklärt. Bisher hat er in zehn Gemeinden verfügt, dass sie ihre Zivilschutzanlagen für Durchgangszentren öffnen müssen. Dort sollen die Asylsuchenden aber nur rund ein halbes Jahr verbringen; danach sollen sie in oberirdische Unterkünfte verlegt werden. Bereits in den 1990er-Jahren gab es eine vergleichbare Situation im Asylwesen, auch damals mussten alle Gemeinden Asylsuchende aufnehmen. Als sich die Situation entspannte, «nahm der Kanton den Gemeinden viele Aufgaben ab», sagte Düblin. Der Kanton konnte die Asylsuchenden in den letzten Jahren in Kollektivunterkünften unterbringen. Weil der Bund aber die Asylsuchenden pro Jahr auf die «imaginäre Zahl» von 10000 hinunterkorrigierte, wie Hess sagte, wurden viele Unterkünfte geschlossen. Zurzeit kommen 16000 Asylsuchende pro Jahr in die Schweiz . (ba)>

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