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Zwischen Hoffen und Bangen

Die Summen für die Ankurbelung der Wirtschaft werden immer riesiger. Anfang Woche stellte der neue Finanzminister der USA, Timothy Geithner, den Banken Finanzhilfe von mehr als 2000 Milliarden Dollar in Aussicht. Nun hat sich der Kongress auf ein Konjunkturpaket von 789 Milliarden Dollar geeinigt. Nicht nur amerikanische Firmen, sondern auch europäische und insbesondere international tätige Schweizer Konzerne hoffen, dass die Hilfe greifen wird. ABB rechnet sich aus, dass der eine oder andere Auftrag aus dem Förderprogramm für die Energiewirtschaft eintreffen könnte. Für die Grossbanken CS und UBS ist entscheidend, dass die Finanzwirtschaft wieder in Fahrt kommt. Mit ihren Investment-Banken sind sie nach wie vor stark im amerikanischen Markt engagiert. Falls sich die Situation statt verbessern weiter verschlechtern sollte, müssten sie weitere Abschreibungen vornehmen. Die für 2009 in Aussicht gestellten schwarzen Zahlen wären dahin.Industrie und Finanzwirtschaft hängen zusammen: Falls die amerikanischen Autokonzerne endgültig zusammenbrächen, wären die Banken massiv mitbetroffen. Dann müssten nicht nur die USA ihren Finanzinstituten noch kräftiger unter die Arme greifen; auch die Schweiz wäre gezwungen, noch einmal in die Bundeskasse zu greifen, um ihre Grossbanken zu stützen. Das amerikanische Konjunkturpaket steht nun bereit. Was es bewirken wird, ist offen. Nimmt man die Reaktion an den Börsen als Massstab, gibt es wenig Grund für Optimismus: Die Aktienkurse sind in New York in dieser Woche deutlich gefallen. Die meisten Ökonomen gehen allerdings ohnehin davon aus, dass das ganze erste Halbjahr 2009 schwierig bleiben wird. Die Produktion in der Industrie wird sinken, die Autoverkäufe werden weiter zurückgehen, und die Arbeitslosigkeit wird stark ansteigen. Die Optimisten erwarten, dass sich gegen die Jahresmitte die ersten positiven Auswirkungen der Konjunkturmassnahmen zeigen werden. Die Vorsichtigeren rechnen ab Herbst damit. Die Pessimisten prognostizieren die Wende zum Besseren erst für das kommende Jahr.Da kann nur gehofft werden, dass die Optimisten recht bekommen werden. >

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