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Vorwürfe aus dem Innern

Die israelische Organisation «Breaking the Silence» publiziert heute ihren Bericht über den Gaza-Krieg – basierend auf Zeugenaussagen von Soldaten und Offizieren.

Die Vorwürfe an die Adresse der israelischen Armee sind nicht neu: Sie habe im Gaza-Krieg zu Jahresbeginn exzessive Gewalt gegen palästinensische Zivilisten angewendet. Zwischen 1200 und 1400 Todesopfer forderte der Krieg auf palästinensischer Seite, weite Teile des Gazastreifens wurden vollständig zerstört. Amnesty International hat Anfang Monat seinen Bericht über Menschenrechtsverletzungen während des Kriegs herausgegeben, ein Ermittlungsteam der Vereinten Nationen recherchiert noch wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen vonseiten Israels und der Hamas. Heute nun wird ein Bericht publiziert, der in Israel für weitere Diskussionen sorgen wird. Die israelische Organisation «Breaking the Silence», ins Leben gerufen von ehemaligen Soldaten, hat Zeugenprotokolle von Offizieren und Soldaten aufgenommen, die aus erster Hand von Vandalenakten, dem Einsatz von verbotenen Phosphorbomben und massiver Gewalt gegen Zivilsten berichten. Wichtiger als die geschilderten Einzelfälle sei aber die Erkenntnis, dass die Vorgesetzten die Verfehlungen gebilligt, ja sogar gefördert hätten, sagt Yehuda Shaul von «Breaking the Silence». Mikhael Manekin, Leiter der Organisation, betont denn auch: «Das Problem liegt auf politischer Ebene, nicht bei einzelnen Soldaten im Feld.» (at)Seite 2

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