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Neues Baudebakel

Stadt Bern Die Baumängel an der Frauenklinik des Inselspitals sind grösser als bisher angenommen. «Das Gebäude ist erdbebengefährdet», sagte gestern Bernhard Leu, Direktor Betrieb des Inselspitals. Die Fassade der Frauenklinik mache «grosse Sorgen». Bern liegt zwar in der Zone mit der kleinsten Erdbebengefährdung, wie Urs Birchler, Direktionspräsident des Inselspitals, betonte. Trotzdem bestehe nun aus Gründen der Sicherheit akuter Handlungsbedarf. Die Mängel existieren bereits seit dem Bezug der für 125 Millionen Franken erbauten, 2002 eröffneten Frauenklinik. Entdeckt wurden sie aber erst im März durch den Bericht eines externen Ingenieurbüros für das Inselspital. Demnach konnte die Frauenklinik zwar für ruhende Lasten stabilisiert werden. Die ganze Fassade weise allerdings zu viele Gelenke auf, welche nun «versteift» werden müssten. Das für den Bau verantwortliche Berner Ingenieurbüro sah keinen dringlichen Handlungsbedarf. Die Reparaturarbeiten begannen gestern und sollen bis im Juni beendet sein. Der Klinikbetrieb soll nicht gestört werden. Wegen der hoch spezialisierten Medizin habe es kurzfristig keine Möglichkeiten für eine Auslagerung gegeben, sagte der ärztliche Direktor Andreas Tobler. Die gravierendem Baumängel an der Frauenklinik sind die jüngste Episode in einer Serie von Debakeln bei Bauprojekten für das Inselspital. Die Frage der Haftung wird nun juristisch geklärt. Verantwortliche Bauherrin ist die kantonale Baudirektion. Urs Birchler bezeichnete das Verhältnis mit dem Kanton als schwierig. (tga)Seite 19>

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