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Neue Sicht auf die Welt

Mit einem eindringlichen Plädoyer hat US-Präsident Barack Obama für einen Neubeginn im Verhältnis zwischen der westlichen Welt und

Zusammen sei es möglich, dem Extremismus etwas entgegenzustellen und einen Weg zum Frieden im Nahen Osten zu finden, sagte er gestern in der mit Spannung erwarteten Rede an der Universität Kairo. «Dieser Kreislauf von Verdächtigungen und Zwietracht muss enden», sagt Obama. «Wenn wir uns dafür entscheiden, in der Vergangenheit zu verharren, dann werden wir nie Fortschritte machen.» Der Neubeginn in den Beziehungen könne allerdings nicht über Nacht erfolgen, sondern brauche seine Zeit. Deutliche Worte fand Obama bezüglich des Nahost-Konflikts. Die Bindungen der USA an Israel seien unzerbrechlich, die Palästinenser befänden sich aber in einer unerträglichen Lage. Beiden Seiten sagte er, was seine Erwartungen seien: Die Palästinenser müssten auf Gewalt verzichten, und auch die Hamas müsse das Existenzrecht Israels anerkennen. Israel müsse genauso das Existenzrecht eines Palästinenserstaates anerkennen. Klar verurteilte Obama den anhaltenden Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland. Kein Zwang zur DemokratieObama äusserte sich auch zur Religionsfreiheit. Als US-Präsident sehe er es als seine Aufgabe an, «gegen negative Stereotypen zum Islam anzukämpfen, wo immer diese auftreten». Genauso forderte er von der muslimischen Welt eine differenziertere Betrachtungsweise. Bezüglich der Bemühungen, die Demokratie zu fördern, sagte Obama in deutlicher Abgrenzung zu seinem Vorgänger George W. Bush, kein Land solle versuchen, einem anderen das eigene System aufzuzwingen oder überzustülpen. Alle Menschen hätten jedoch ein Recht auf Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung und eine transparente Regierung, die ihren Willen vertrete, schränkte er ein. Erste Reaktionen auf seine Rede aus der islamischen Welt waren überwiegend positiv. Seite 3>

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