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Medwedew lobt Obama

US-Präsident Barack Obama hat den von seinem Vorgänger in Osteuropa geplanten Raketenabwehrschild gestoppt, der das Verhältnis zu Russland erheblich belastet hatte.

Auf die Nachricht aus den USA, dass auf den unter George W. Bush geplanten Raketenschild verzichtet werde, reagierte der russische Präsident Dmitri Medwedew mit einem Entspannungssignal: Obamas Entscheidung sei ein «verantwortungsvoller Schritt», sagte er im russischen Fernsehen. «Ich bin darauf vorbereitet, den Dialog fortzusetzen.»

Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüssten die Neuausrichtung der US-Sicherheits-Architektur. In Polen und Tschechien, die den USA Standorte zugesichert hatten, gab es dagegen auch skeptische Stimmen.

Obama erklärte, die in Polen und Tschechien geplanten Stützpunkte würden an andere Orte verlegt; zudem sollen Raketenabwehrsysteme auf Schiffen installiert werden. Zur russischen Kritik am bisherigen Konzept sagte er, die Bedenken über ein Unterlaufen der atomaren Abschreckung seien «völlig unbegründet».

Die republikanische Opposition hielt ihm vor, er habe die osteuropäischen Verbündeten im Stich gelassen. Obama sagte dazu, zur Neuausrichtung habe auch die Analyse beigetragen, dass Iran eher die Entwicklung von Kurz- und Mittelstreckenraketen als die von Langstreckenraketen vorantreibe. Das Konzept seines Vorgängers beruhe aber auf einer Bedrohung durch Langstreckenraketen. (ap)

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