Zum Hauptinhalt springen

Land unter in Rom

Heftige Niederschläge haben in weiten Teilen Italiens zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war die Ewige Stadt.

Viele Römerinnen und Römer wähnten sich, als sie am Mittwochmorgen erwachten und zum Fenster hinausblickten, nicht in Rom, sondern in Venedig: Ein heftiger, die ganze Nacht andauernder Gewitterregen hatte zahlreiche Strassen der Ewigen Stadt in Kanäle und Plätze in Seen verwandelt. Die Piazza Venezia präsentierte sich am Morgen als eine einzige, grosse Wasserfläche, auch das Kolosseum stand in einem Tümpel. Die Strassen entlang des Tibers waren überflutet, der Tiber selber führt Hochwasser. Die Überschwemmungen betrafen das ganze Stadtgebiet. Weil zahlreiche Strassen zum Teil hüfttief überflutet waren, kam es schon am frühen Morgen zu einem Verkehrschaos, das auch Stunden später noch anhielt. Zahlreiche Pendler blieben in ihren Autos blockiert. Bürgermeister Gianni Alemanno rief die Bewohner auf, ihre Autos zu Hause zu lassen, um die Strassen für die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr frei zu behalten – ein Aufruf, der mehr oder weniger ungehört verhallte. Die Situation wurde noch erschwert durch den Ausfall zahlreicher Bus- und Tramlinien. In den nördlichen Stadtquartieren mussten mehrere Häuser evakuiert werden, weil der Tiberzufluss Aniene über die Ufer getreten war.«Naturkatastrophe»Alemanno sprach am Morgen von einer «Naturkatastrophe». Bereits in der Nacht verzeichnete die Römer Feuerwehr Hunderte von Anrufen; im Lauf des Tages waren permanent über 700 Rettungskräfte im Einsatz. Im Vorort Monterotondo nordöstlich Roms ertrank eine Frau in ihrem eigenen Auto: Sie war bei der Durchfahrt durch eine überschwemmte Unterführung stecken geblieben und konnte nicht mehr rechtzeitig aus dem stetig ansteigenden Wasser befreit werden. Heftige Niederschläge verzeichnete jedoch nicht nur die Ewige Stadt, sondern auch zahlreiche andere Regionen. In Florenz ist der Zivilschutz wegen des stetig anschwellenden Arno in Alarmbereitschaft versetzt worden. Laut den Behörden droht eine Überschwemmung der weltberühmten Uffizien. Heftige Regenfälle und Winde haben auch in Venedig bereits wieder Hochwasseralarm ausgelöst, nachdem die Lagunenstadt schon Anfang des Monats ein Rekordhochwasser erlebt hatte. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch