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Alarm beim Hauptbahnhof

Beim Zürcher Hauptbahnhof sind seit gestern Abend um 18.30 Uhr sämtliche Tram- und Buslinien unterbrochen. Grund: Wegen einer Panne bei Tunnelbauarbeiten droht eine Geländesenkung.

Die Tunnel-Bauarbeiten für die Durchmesserlinie der SBB lösten gestern beim Zürcher Hauptbahnhof einen Alarm aus. Ein Defekt an einer Bohrmaschine hat dazu geführt, dass vor dem Globus-Provisorium eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern gegen unten ungeschützt ist. Sandiges Gestein drohe in den Schacht zu rieseln und den Boden an der Oberfläche in die Tiefe zu reissen. Laut Polizeiangaben soll der Stollen so schnell wie möglich gesichert werden. Wegen der Einsturzgefahr dürfen Trams und Busse vorläufig nicht verkehren. Auch der Autoverkehr ist vor dem Bahnhof auf eine Spur reduziert worden. Es wird deswegen zu Verkehrsbehinderungen kommen, die Pendler müssen mit längeren Fusswegen rechnen. Auch heute Morgen werden die drei wichtigsten Haltestellen der Stadt Zürich nicht bedient sein: Bahnhofquai, Bahnhofstrasse und Bahnhofplatz. Die Trams und die Busse werden umgeleitet. Pendler müssen vom und zum Hauptbahnhof oder fürs Umsteigen auf andere Linien mit längeren Fusswegen rechnen. Vier Tramgleise führen über die Tunnelbohrung für die Durchmesserlinie, die unterirdische Verbindung zwischen den Bahnhöfen Oerlikon und Altstetten. «Rund 30 Kubikmeter Erdreich sind abgesackt», sagte Stadtpolizei- Sprecher Marco Cortesi gestern in der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens. Sämtliche Werkleitungen für Gas, Wasser und Strom sind momentan stillgelegt. Heute Donnerstag soll eine Wiederinbetriebnahme geprüft werden. Wann Trams und Busse wieder verkehren können, war bei Redaktionsschluss nicht klar. Die Sperrung dauere sicher mindestens 24 Stunden, sagte Cortesi. Der Betrieb der SBB ist durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. (sda)>

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