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50 000 Schachteln zerstört

Drei Tage nach dem Brandausbruch hat die Feuerwehr in Lausanne gestern weiter gegen einen Archivbrand gekämpft. Unterdessen wird sie von der Armee unterstützt. Das Feuer zerstörte die Archive zahlreicher Unternehmungen.

Die Feuerwehr in Lausanne konnte erst zwei Tage nach Brandausbruch zum Brandherd im zweiten Untergeschoss des Industriegebäudes vordringen. Dazu musste zuvor mit einer Baumaschine eine Mauer durchbrochen und ein acht Meter tiefes Loch gegraben worden. Laut dem Sprecher der Lausanner Schutz- und Rettungsdienste, Bernard Sermier, gestalteten sich die Arbeiten schwierig. Die Decke zwischen erstem und zweitem Untergeschoss begann sich wegen der Hitze zu lösen. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass das Gebäude einstürze. Dieses wurde mit riesigen Wassermassen gekühlt. Das Wasser wurde mit zwei Leitungen, die laut Sermier mithilfe der Armee gebaut worden waren, direkt aus dem Genfersee zum Brandort gepumpt. Für die Bevölkerung bestand – abgesehen von der Geruchsbelästigung – keine Gefahr. Im Einsatz standen mehr als 200 Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeileute. Unterstützung erhielten die Waadtländer von Genfer Feuerwehrleuten. 50000 Archivschachteln verlorenFür das Archivmaterial in rund 50000 Archivschachteln bestand kaum mehr Hoffnung, wie das Unternehmen Secur’Archiv mitteilte. Es wurde in einem etwa 4600 Quadratmeter grossen Raum mit einem Volumen von etwa 16000 Kubikmetern gelagert. Es handelte sich um 3000 Kubikmeter Archivmaterial, vor allem von Waadtländer Industrieunternehmungen. Secur’Archiv betreibt nach eigenen Angaben für gut 1000 Kunden, darunter etwa 100 Banken, in der ganzen Schweiz neun solcher Archive. Laut einem Firmensprecher befanden sich in Lausanne keinerlei Bankendokumente. (ap)>

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