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200 Unfälle im Schnee

Nach ausgiebigen Schneefällen haben sich gestern zahreiche Verkehrsunfälle ereignet. Mehrere Menschen wurden verletzt. So fuhr in Liebefeld, Gemeinde Köniz, ein Autolenker auf dem Trottoir eine Frau und ihre Kinder an.

Von den frühen Morgenstunden bis am Mittag fielen gestern im Mittelland verbreitet zwischen fünf und zehn Zentimeter Schnee, wie Meteo Schweiz bekannt gab. Bei den Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern gingen zwischen drei Uhr und zehn Uhr über 70 Meldungen über Selbstunfälle oder Kollisionen ein. Am meisten Unfälle, nämlich rund 55, geschahen in der Region Mitelland-Emmental-Oberaargau, wie es bei der Kantonspolizei Bern hiess. Rund 25 Unfälle gab es im Seeland und im Berner Jura, rund 20 im Berner Oberland. Auf dem Trottoir angefahrenAuf der Hess-Strasse in Bern-Liebefeld verlor ein Autolenker auf der schneebedeckten Fahrbahn die Herrschaft über sein Fahrzeug, geriet aufs Trottoir und fuhr in eine Frau und ihre beiden Kinder im Alter von eineinhalb und sechs Jahren an. Diese wurden erheblich verletzt. Zwischen Jens und Bellmund im Seeland musste die Strasse wegen einer Kollision von mehreren Autos in beide Richtungen vorübergehend gesperrt werden. Die zeitweise starken Schneefälle führten am Vormittag auch zu Staus. Besonders auf der Autobahn Thun–Bern zwischen den Anschlüssen Rubigen und Muri gab es kilometerlange Schlangen. Auch in der Stadt Bern ging es da und dort nur im Schritttempo vorwärts. 60 Unfälle im Kanton ZürichDie Zürcher Kantonspolizei meldete rund 60 Verkehrsunfälle auf schneebedeckten Strassen. Eine 52-jährige Frau verlor zwischen Gibswil und Wald auf der schneebedeckten Fahrbahn die Herrschaft über ihr Fahrzeug und prallte auf der linken Strassenseite frontal in ein entgegenkommendes Auto. Sie wurde schwer verletzt und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden. Auch den Verkehrsbetrieben Zürich machten die Schneefälle zu schaffen. Viele Buslinien wurden eingestellt oder umgeleitet. Auch im Aargau und in Solothurn Rund 35 Unfälle wurden in den Morgenstunden der Aargauer Kantonspolizei gemeldet. Nachdem ein Auto bei Seon auf die Gleise der Seetalbahn geschleudert worden war, blieb der Bahnbetrieb bis zur Bergung des havarierten Autos rund eine Stunde unterbrochen. In Brunnen SZ kam ein Motorradfahrer zu Fall und wurde von einem nachfolgenden Auto touchiert. Er erlitt leichte Verletzungen. Im Baselbiet wurde eine 48-jährige Frau verletzt, als sie mit ihrem Fahrzeug in ein Auto fuhr, das über eine Stoppstrasse hinausgerutscht war. Aufs Gleis geratenDie Solothurner Kantonspolizei hatte bis am Mittag Kenntnis von 37 Kollisionen. Verletzt wurde niemand. In Münchwilen TG verlor ein Lenker auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Lieferwagen, worauf dieser auf das Gleis der Frauenfeld-Wil-Bahn kippte. Der Mann konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen. Störung der MetroKälte und Schnee haben auch bei der Metro in Lausanne Störungen verursacht. Der obere Teil der Linie zwischen den Haltestellen La Sallaz und der Endstation Croisettes war zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr unterbrochen. Die Panne sei auf Probleme beim Bremssystem zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung der Lausanner Verkehrsbetriebe.Weiteres Lawinenopfer geborgen Einen Tag nach dem Lawinenunglück im Wallis ist am Donnerstag ein zweiter Schneeschuhläufer tot geborgen worden. Die Suche nach dem letzten Vermissten konnte vorerst nicht fortgesetzt werden. Bei den Verunfallten handelt es sich um französische Seminaristen der Bruderschaft Pius X. in Ecône. Die Suche nach den beiden Vermissten wurde gestern bei schlechtem Wetter wieder aufgenommen. Zwei Helikopter setzten Rettungskräfte oberhalb der Cleuson-Staumauer in der Skiregion Nendaz ab. Eine weitere Lawine wurde gesprengt, bevor die Hundeführer auf dem Lawinenkegel erneut zum Einsatz kamen. Am Nachmittag wurde eine weitere Leiche im Wasser unter Schnee- und Eismassen geborgen. Der 20-jährige Franzose war von der Lawine in den See gerissen worden. Der zweite noch Vermisste wurde nicht gefunden. Er sei wahrscheinlich ebenfalls in den See gerissen worden und liege unter Schnee- und Eismassen begraben. Bereits am Mittwoch waren zwei der insgesamt vier von der Lawine erfassten Schneeschuhläufer gefunden worden. Der eine, ein 23-jähriger Franzose, verstarb noch auf der Unfallstelle. Der zweite, ein 20-Jähriger, überlebte die Lawine leicht verletzt. Die Seminaristen waren ohne Lawinensuchgeräte unterwegs. (ap/sda) >

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