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16 Minuten nach Start zerschellt

Beim Absturz eines iranischen Tupolew-Passagierflugzeugs der Caspian Airlines sind

Die Maschine der Caspian Airlines stürzte 16 Minuten nach dem Start in Teheran auf ein Feld und zerschellte in viele kleine Einzelteile. Die halbamtliche Nachrichtenagentur ISNA zitierte einen Augenzeugen mit den Angaben, im Heck der Tupolew TU-154M sei vor dem Absturz ein Feuer ausgebrochen. Das Flugzeug habe gekreist, als ob die Piloten nach einem geeigneten Platz für eine Notlandung suchten. Der Chef des Luftsicherheitsdienstes in der armenischen Hauptstadt Eriwan, Serob Karapetjan, sagte, es sei denkbar, dass der Pilot eine Notlandung versucht habe. Berichte über ein Feuer noch in der Luft seien «aber nur eine Version», sagte er. 168 Insassen an BordAn Bord des Fluges nach Eriwan waren 153 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder, teilte der stellvertretende Vorsitzende der armenischen Luftfahrtbehörde, Arsen Pogossjan, mit. Die meisten Passagiere waren Iraner. Ausserdem waren sechs Armenier und zwei Georgier an Bord. Auch acht Mitglieder der iranischen Judo-Jugendnationalmannschaft waren offenbar im Flugzeug. Sie wollten sich zusammen mit dem armenischen Team auf einen Wettkampf Anfang August in Ungarn vorbereiten, hiess es. Präsident Mahmud Ahmadinejad sprach den Angehörigen der Opfer und dem geistlichen Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei, sein Beileid aus. Das Unglück sei «eine herzzerreissende Tragödie». Die Absturzstelle liegt rund 120 Kilometer nordwestlich von Teheran bei Qazvin nahe dem Dorf Jannat Abad. Nach Angaben der Rettungsdienste ging das Flugzeug in Flammen auf und wurde vollständig zerstört. Im staatlichen Fernsehen waren ein grosser Teil eines Flügels und ein tiefer Graben zu sehen, den das Flugzeug beim Aufprall in das Feld pflügte. Der grösste Teil des Wracks schien in kleine Teile zerschellt zu sein. Häufige FlugzeugabstürzeDie Fluggesellschaft Caspian Airlines wurde 1993 als Joint-Venture Irans und Russlands gegründet. Sie benutzt Flugzeuge russischer Bauart. Iran hat die relativ häufigen Flugzeugabstürze im Lande wiederholt auf die Wirtschaftssanktionen seitens der USA zurückgeführt, weil dadurch keine Ersatzteile für Flugzeuge beschafft werden könnten. Beobachtern zufolge trifft dies allerdings kaum auf russische Maschinen zu. Sie verweisen auf eine unzureichende Wartung der Flugzeuge. Im Februar 2003 kamen beim Absturz einer Iljuschin 76 im Südosten Irans alle 302 Insassen ums Leben. 2006 kostete die Bruchlandung einer Tupolew 154 der Iran Airtour in Teheran 29 der 148 Insassen das Leben. Beim Absturz einer weiteren Iran-Airtour-Tupolew 2002 im Gebirge im westlichen Iran kamen alle 199 Insassen ums Leben. Auch die iranischen Streitkräfte sind von der Absturzserie betroffen: 2005 stürzte ein C-130-Transportflugzeug amerikanischer Bauart in ein Hochhaus nahe dem Teheraner Mehrabad-Flughafen, 115 Menschen kamen ums Leben. 2007 kamen beim Absturz eines von Russland gelieferten Militärflugzeugs 36 Revolutionsgardisten ums Leben. (ap)>

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