Die Fünfer-Rede und das Weggli-TV

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Was ist die schriftliche Version einer Rede gegen deren mündlichen Vortrag? Eben. Simon Chen und Michael Sasdi setzen deshalb den Mail-Verkehr zwischen der leicht derangierten Mutter Schweiz und einem ihrer nach Orientierung lechzenden Söhne am 1. August feierlich in Szene.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr beim Lischetti-Brunnen (obere Postgasse unweit des Rathausplatzes). Da der Eintritt pro Person mit Blick auf das ernste Thema sinnvollerweise mindestens eine Milliarde Franken kosten müsste, haben sich die beiden Künstler zu einer wahrhaft patriotischen Geste entschlossen: Die beiden Idealisten verzichten auf einen kostenpflichtigen Anlass.

Nun wird sich der geneigte Leser möglicherweise fragen, wieso er sich eine Rede anhören soll, deren Inhalt er am Vortag bereits der Zeitung entnommen hat. Die Frage ist berechtigt. Um eine Antwort sind wir jedoch nicht verlegen: 1. Sie erleben eine exquisite Theaterperformance und stimmen sich so optimal auf die anschliessenden Festivitäten ein. 2. Sie erweisen dem unvergleichlichen Carlo E. Lischetti («Ich bin mein Beruf») die Ehre. 3. Sie kommen in den Genuss einer brandneuen Folge des Internetfernsehens Weggli-TV zum Thema «Nationalgefühl der Schweizer».

Auf Weggli-TV wird dem Volk mit Strasseninterviews der Puls gefühlt: «Können Sie sich ein Leben ohne Sex vorstellen? Gelten Menschenrechte auch für Terroristen? Würden Sie sich für gutes Geld mit 65 Jahren einschläfern lassen?» Solche und andere Fragen stellt das vom Berner Serge Stauffer initiierte Internetfernsehen an Herrn und Frau Schweizer. Das «Fernsehen mit Homo sapiens» – so der Slogan – will genau wissen, was dieses Land im Innersten zusammenhält. (lex) (Der Bund)

Erstellt: 31.07.2009, 10:09 Uhr

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