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Begegnung

IEinmal nur trifft uns das Glück im Leben,Einmal nur und nur für Augenblicke,Freilich wären wir ihm unterlegen,Seine Nähe würde uns erdrücken.Einzig die Erinnerung wird bleiben,Wie auf namenlosen Gräbern Kreuze,Immer werden wir darunter leiden,Dass verloren ist, was wir versäumten . . .IIEinmal nur im Leben kommt es zur Begegnung,Einmal nur, es ist genug, nie wieder.Nie mehr gibt es etwas zu bereden,Und man schlägt die Augen dankbar nieder.Keiner wird sie jemals wieder heben,Niemals werden sie von alldem künden,Was vor ihnen damals schwebte,Wem sie einst als Spiegel dienten.IIIAuch im Traum kann Glück durchaus vorkommen,Auch im Traum, wenn wieder mal ein SternÜberm Dach, wo Schläferin und Schläfer wohnen,Grün erstrahlt und prophezeit von fern.Ist’s ein Spuk? Das Paradies? Das Herz schlägt schneller.Wer verlängert uns den Augenblick?Morgen wird man uns dafür arg quälen,Das Erwachen – kalte Rache, es gibt kein Zurück.(aus: «Dieses Leben», Paris 1932)>

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