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Musikalische Purzelbäume

Bobby McFerrin hat sich bereits 2004 als musikalisches Einmann-Schlussbouquet des Jazzfestivals Bern bewährt. Nun kehrt der Amerikaner mit dem Schalk im Nacken zur Stätte seines Triumphs zurück.

Es ist durchaus möglich, sympathisch zu sein, ohne viel zu sprechen. Lehrmeister dieser These ist der Stimmkünstler Bobby McFerrin. Wenn dieser eine Bühne betritt, dann entsteht da nicht bloss ein Konzert, dann entsteht da meist ein kleiner Zirkus, in dem McFerrin Artist, Akrobat, Clown, Pausenclown, Dompteur, Zauberer und Orchester in einer Person ist. Und das Publikum staunt, lacht und wundert sich, warum dieser sonderbare atemlose Mann nicht längst wegen Hyperventilation zusammengebrochen ist.Die Musik scheint förmlich aus dem 59-jährigen New Yorker zu purzeln, dem Mann, der 1988 mit der munteren Gutelaune-Miniatur «Don’t Worry, Be Happy» einen veritablen Welthit ins globale Musikgedächtnis pflanzte. Aus spontan erfundenen Rhythmus- und Bass-Linien, die er mit seiner elastisch zwischen Brustton und Falsett changierenden Stimme modelliert, pflegt er Musik zu kreieren, die im Minutentakt von Jazzimprovisation zu kleinen Pop-Perlen schlenkert. Am Schlussabend des Jazzfestivals 2004 erwuchs daraus ein stellenweise bewegendes, zauberhaftes Musikereignis. Für die diesjährige Austragung wurde die Band um den Pianisten Gil Goldstein als Anheizer programmiert. Gut möglich, dass sich Herr McFerrin den einen oder anderen von ihnen als spontanen Bühnenpartner schnappen wird. Stadttheater Bern Freitag, 22. Mai, 20 Uhr.>

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