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Zug sagt knapp, Uri deutlich Nein

Dieses Wochenende haben zwei weitere Kantone über Harmos abgestimmt. Mit dem Ja aus Bern und dem Nein der beiden kleinen Stände haben sich bisher elf Kantone für und sieben gegen das Schulkonkordat ausgesprochen.

Im Kanton Zug wurde der Beitritt zu Harmos bei einer Stimmbeteiligung von 49 Prozent mit 16883 Nein gegen 16810 Ja ganz knapp abgelehnt. Der Unterschied betrug somit lediglich 73 Stimmen. Die knappe Ablehnung bedeutet einen Erfolg für die Zuger SVP. Sie hatte das Referendum ergriffen, nachdem der Kantonsrat den Beitritt mit 55 zu 17 Stimmen gutgeheissen hatte. Im Vorfeld der Abstimmung hatten alle anderen Parteien ein Ja empfohlen. Minderheiten von FDP und CVP waren Harmos allerdings kritisch gegenübergestanden. Der Kanton Zug hat die meisten Anforderungen an das Schulkonkordat bereits erfüllt. So gibt es bereits Tagesstrukturen und 95 Prozent der Kinder besuchen bereits einen zweijährigen Kindergarten. Ablehnende ZentralschweizAuch im Kanton Uri wurde der Beitritt zum Harmos-Schulkonkordat bei einer Stimmbeteiligung von 49 Prozent mit 8515 Nein gegen 3840 Ja abgelehnt. Fast 70 Prozent der Stimmenden sprachen sich damit gegen Harmos aus. Der Kanton Uri hat bereits verbindlich Blockzeiten eingeführt. Auch in anderen Bereichen hat Uri die Vorgaben von Harmos bereits erfüllt, nicht jedoch bei der Einführung des obligatorischen zweijährigen Kindergartens. Im letzten Schuljahr besuchten im Kanton nur gerade 15 Prozent der Kinder einen Zweijahreskindergarten, schweizweit sind es rund 86 Prozent.Die SVP kann sich auch im Kanton Uri als Siegerin fühlen, da sie als einzige Partei offiziell die Nein-Parole beschloss. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass sich in allen Parteien Harmos-Gegner fanden. Da nützte es auch nichts, dass den Eltern die Möglichkeit zugestanden wurde, die frühe Einschulung ihrer Kinder zurückzustellen.Dem Konkordat über die Harmonisierung der Volksschule ist in der Zentralschweiz kein Glück beschieden. In Luzern und Nidwalden wurde der Beitritt vom Volk abgelehnt, in Schwyz vom Kantonsrat. In Obwalden legte die Regierung das Geschäft von sich aus auf Eis.65 Prozent machen mitNach diesem Wochenende haben elf Kantone den Beitritt zu Harmos beschlossen (siehe Karte). Sie repräsentieren 65 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Sieben haben bisher abgelehnt (15 Prozent). In Freiburg ist der Grosse Rat für Harmos, ein Referendum ist jedoch noch hängig. In den übrigen Kantonen ist noch kein Entscheid gefallen. (sda/ap/rw) >

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