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Charta für Klimaschutz im Oberland

afdg

Es war ein feierlicher symbolischer Akt: Gestern wurde in Grindelwald am Klimatag die Jungfrau-Klima-Charta unterzeichnet. Ein Verein will sich in Zukunft um die Darstellung des Klimawandels, CO2-Reduktion und die regionale Zusammenarbeit bei der Kommunikation von Massnahmen zum Klimaschutz kümmern. Barbara Egger-Jenzer (sp), bernische Energiedirektorin, Urs Würgler, Rektor der Universität Bern, und eine Vertreterin des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements waren bei der Unterzeichnung des Dokuments anwesend. Getragen wird das Projekt von den vier Gemeinden Grindelwald, Gündlischwand, Lütschental und Lauterbrunnen. Kopien der Charta werden nun in allen beteiligten Gemeinden aufbewahrt. Weitere Kommunen, Firmen und Einzelpersonen können der Vereinbarung beitreten. Entstanden sei die Idee, nachdem die Universität Bern im Rahmen ihres 175-Jahre-Jubiläums die Klimapfade (siehe Haupttext) in der Region aufs Tapet gebracht habe, sagte Würgler. Finanziell beteiligt an der Initiative ist denn auch der bernische Energiekonzern BKW als Hauptsponsor der Pfade.Greenpeace kritisiert BKWIn der Jungfrau-Region befinde sich Europas grösstes Gletschersystem, hielten die Anwesenden fest. Die Folgen der Klimaerwärmung zeigten sich dort besonders deutlich. «Wir stehen vor grossen Herausforderungen wie dem Rückgang der Gletscher und Hochwassern», sagte Egger. Deshalb begrüsse sie die Charta, mit deren Hilfe jährlich 5000 Tonnen CO2 eingespart werden sollte. Erste Projekte wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und CO2-neutrale Holzwärmeverbünde seien bereits realisiert worden oder in Planung. Dennoch bleibt das Engagement zu grossen Teilen symbolisch: Alle Massnahmen gegen den Klimawandel sind freiwillig, Menschen in der Region sollen lediglich zum Umweltschutz ermuntert werden.Während sich die BKW im Oberland zu ihrem Engagement in Sachen Klimaschutz gratulieren liess, protestierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Bern gegen die Verschleierung der «umweltschädigenden Produktion der BKW». Greenpeace kritisierte erneut die «Milliarden-Investitionen in zwei deutsche Kohlekraftwerke und die Beteiligung der BKW an sieben Gaskraftwerken in Italien und der Schweiz». Zum Zeichen ihres Protests deponierten die Umweltschützer einen Haufen Kohle vor dem BKW-Gebäude. (sn)>

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