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Journalistinnen vor Gericht

Nordkorea Zweieinhalb Monate nach ihrer Verhaftung wird zwei US-Journalistinnen in Nordkorea der Prozess gemacht. Laura Ling und Euna Lee müssen sich offenbar wegen illegaler Einreise und «feindlicher Handlungen» verantworten. Laut Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA begann der Prozess gestern Morgen. Bei einem Schuldspruch drohen den beiden Frauen zehn Jahre Arbeitslager. Ling und Lee berichteten für den kalifornischen Sender Current TV, an dem der frühere US-Vizepräsident Al Gore beteiligt ist, aus der chinesischen Grenzregion zu Nordkorea. Sie wurden am 17. März in der Nähe des damals zugefrorenen Grenzflusses Tumen festgenommen; ein Kameramann und ein Führer konnten entkommen. Prozess als DruckmittelDer Prozess fällt in eine Zeit wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Nach Nordkoreas Atomwaffentest in der vergangenen Woche und mehreren Raketentests sieht sich das Regime in Pjöngjang mit massiver Kritik der internationalen Staatengemeinschaft konfrontiert. Daher wird befürchtet, dass Nordkorea den Prozess gegen die beiden Reporterinnen in diesem Konflikt ausnutzen könnte, um die USA unter Druck zu setzen. In den USA baten die Familien der beiden Frauen um Nachsicht. «Wir können nur hoffen, dass die nordkoreanische Regierung Milde zeigt», sagte Lings Schwester Lisa Ling. Das Aussenministerium in Washington hat die sofortige Freilassung der Journalistinnen gefordert. (ap)>

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