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Erfolgreiche Verhandlungen

Nahost Die palästinensische Hamas und Israel haben sich nach Angaben aus Palästinenserkreisen über die Rahmenbedingungen für eine langfristige Waffenruhe geeinigt. Die ägyptische Regierung, die zwischen der Hamas und Israel vermittelt, werde die Waffenruhe nach Beratungen mit anderen palästinensischen Gruppierungen in zwei Tagen verkünden, sagte der stellvertretende Hamas-Führer Abu Marsuk gestern in Kairo. Die Waffenruhe solle 18 Monate dauern, sagte Marsuk, und Israel die Grenzen zum Gazastreifen nach Inkraftreten schrittweise wieder öffnen. Taher Nunu, ein Sprecher der Hamas im Gazastreifen, sagte, es seien deutliche Fortschritte erzielt worden: in Bezug auf einen Waffenstillstand, auf die Aussöhnung mit der rivalisierenden Fatah und bezüglich des Wiederaufbaus und der Grenzöffnung für bestimmte Waren. Details zum Abkommen würden in den nächsten drei Tagen bekannt gegeben. Die israelische Regierung wollte zu den Äusserungen nicht Stellung nehmen. Beamte im Verteidigungsministerium erklärten lediglich, die Gespräche seien ernsthaft und es gebe Fortschritte. Zunächst könne es eine teilweise Grenzöffnung geben, später müsse auch die Freilassung des verschleppten israelischen Soldaten Gilad Shalit erreicht werden. Bislang war noch strittig, wie viele und welche der von Israel in Haft gehaltenen Palästinenser im Austausch mit dem 2006 entführten Soldaten freigelassen werden. Israel tötet Palästinenser Militante Palästinenser schossen laut israelischen Angaben gestern erneut Raketen Richtung Israel. Zwei Geschosse seien in der Nähe der Stadt Sderot niedergegangen. Verletzt wurde dabei niemand. Eine Bestätigung einer palästinensischen Gruppierung gab es zu den Angaben nicht. Seit dem Ende der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen sind laut israelischen Angaben mehr als 40 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Im Westjordanland töteten israelische Soldaten zwei Palästinenser. In Khan Yunis wurde ein Mann Opfer eines Raketenangriffs, in der von Siedlern teils besetzten Stadt Hebron wurde ein 14-jähriger Knabe auf den Schulweg erschossen. Er gehörte laut israelischen Angaben zu einer Gruppe an, die Steine gegen eine Polizeistation geworfen hat. Die Soldaten hätten ihn als Rädelsführer erschossen, wurde mitgeteilt. (ap)>

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