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Die moralische Frage

Tendenziell sind es eher Vertreter der politischen Rechten – darunter auch Silvio Berlusconi höchstpersönlich –, die in Italien ins Visier der Korruptionsermittler geraten. Doch nun hat die «moralische Frage» auch den linken Parteienbündnisses Centrosinistra wieder einmal eingeholt: In der Toskana und in Kampanien stehen ranghohe lokale Vertreter des Partito Democratico (PD) im Verdacht, sich bei Bauprojekten respektive bei der Abfallentsorgung nicht ganz stubenrein verhalten zu haben.Die «moralische Frage» bedeutet in Italien, dass eine Partei ein Korruptionsproblem hat. Es sei ganz klar, posaunte Berlusconi dieser Tage hinaus, dass sich im PD diese Frage stelle. Die Antwort kam umgehend: «So weit sind wir also schon, dass Berlusconi, der in mehreren Strafverfahren nur dank Verjährung oder Amnestien freigesprochen wurde und der Vorbestrafte auf seinen Listen ins Parlament wählen lässt, mit dem Finger auf den PD zeigen kann», protestierte ein Vertreter der Opposition. (dsb)>

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