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Das Bangen der Kaida

Die zwei jüngsten Hetzreden der Al-Kaida-Führung gegen Barack Obama zeigen, wie sehr die radikalen Islamisten die öffentliche Wirkung des US-Präsidenten fürchten. Osama bin Laden warf Obama am Mittwoch in einer Tonaufnahme vor, George W. Bushs Politik fortzusetzen. Tags zuvor rief Al-Kaida Vize-Chef Ayman az-Zawahiri die Ägypter auf, sich nicht von den «geschliffenen Worten» des US-Präsidenten einlullen zu lassen. «Zawahiri tut gut daran, besorgt zu sein», sagt Edwin Bakker vom Clingendael Institute in Den Haag. «Die Kaida lebt zum Teil vom Anti-Amerikanismus und dem ,Krieg gegen den Terror‘. Jetzt ist Bush weg – und an seiner Stelle steht jemand, dessen zweiter Vorname Hussein lautet. Al-Kaida hat Angst, dass Obamas Rede wirklich einen positiven Effekt haben könnte.»«Zawahiri ist verzweifelt», sagt Abdel-Bari Atwan, Redaktor bei der in London erscheinenden Zeitung «Al-Quds al-Arabi». «Er kann nicht wie bei Bush sagen: ,Dies ist der Mann, der eine Million Iraker getötet hat und die Israelis unterstützt.‘ Das Verhalten der Kaida zeige, dass sie sich der Bedeutung von Obamas Rede bewusst sei und sie deshalb von vornherein verurteile. (sda) >

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