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Comeback von Camara und SierroYB ist bereit für den Re-Start

Beim letzten Test, bevor es nächsten Freitag gegen den FC Zürich mit dem ersten Ernstkampf nach der Corona-Pause losgeht, siegten die Young Boys gegen den FC Winterthur mit 4:2.

YB-Spieler Meschack Elia (rechts) wirbelte oft im gegnerischen Strafraum.
YB-Spieler Meschack Elia (rechts) wirbelte oft im gegnerischen Strafraum.
Foto: Keystone / Peter Klaunzer

Vor genau 91 Tagen hatten sich die Young Boys und der FC Winterthur schon einmal zu einem Testspiel getroffen. Damals, am 13. März, war es für die Fussballer das letzte Mal gewesen, dass sie auf dem Platz gestanden hatten, ehe wegen der Corona-Krise eine lange Pause folgte. Heute – drei Monate später – begegneten sich die Teams wieder, YB siegte gegen die Zürcher im 120 Minuten dauernden letzten Test vor dem Re-Start der Super League 4:2. Mittelfeldspieler Michel Aebischer sagt: «Die Vorfreude auf den Wiederbeginn steigt von Tag zu Tag.»

Im ersten Viertel waren noch gewisse Unstimmigkeiten zu erkennen, dies lag vielleicht an der neu formierten Abwehr um Fabian Lustenberger, Jordan Lotomba, Mohamed Camara und Jordan Lefort als Linksverteidiger. Für Camara, der knapp 50 Minuten Einsatzzeit erhalten hat, endete eine zehnmonatige Leidenszeit ohne Partie. Nach fünf Minuten stand es 1:0 für den Gast nach einem Eckball, Lustenberger und Goalie David von Ballmoos hatten den Ball ins eigene Tor spediert.

Die Berner reagierten mit Liga-Topskorer Jean-Pierre Nsame, der nach einer Kopfballverlängerung durch Fassnacht bei einem Eckball nur noch einschieben musste. Als von Ballmoos in der 46. Minute ein Ball unterlief, konnte Winterthur-Spieler Mahamid Anas zur erneuten Führung einnetzen. Der Vorsprung der Zürcher hielt aber nicht lange, denn Aebischer versenkte einen Freistoss via Aufsetzer zum 2:2-Pausenstand.

Zehn neue Akteure in der zweiten Stunde

Im zweiten Abschnitt gab nach Camara mit Vincent Sierro der zweite Spieler sein Comeback nach langer Verletzungspause. Die Partie flachte nach der ereignisreichen ersten Stunde ab, bis die Berner in der 96. Minute per Doppelschlag auf 4:2 davonzogen.

Zunächst skorte Felix Mambimbi nach einem schönen Doppelpass mit Guillaume Hoarau, und zwei Minuten später traf «Air France» selbst; mit seinem Kopfballtreffer auf einen Sulejmani-Freistoss machte er seinem Spitznamen alle Ehre.

Felix Mambimbi lässt sich nach seinem Tor – Corona-konform – von Miralem Sulejmani feiern.
Felix Mambimbi lässt sich nach seinem Tor – Corona-konform – von Miralem Sulejmani feiern.
Foto: Freshfocus

Startelf gegen den FCZ völlig offen

Insgesamt 25 Young-Boys-Spieler standen während der 120 Minuten auf dem Feld. Trainer Gerry Seoane wird nächsten Freitag bei der Aufstellung die Qual der Wahl haben, die Qualität im ganzen Kader ist immens. «Jeder Einzelne muss im Training Vollgas geben, denn niemand hat eine Stammplatzgarantie. Das erhöht automatisch Qualität und Intensität», sagt Aebischer. Und über die grosse Breite im Kader sagt der 23-jährige Dauerläufer: «Das ist sicher ein Vorteil im Verlauf der Meisterschaft, dass wir quasi zwei Teams mit Startelf-Potenzial haben.»

Good News gab es auch abseits vom Spielgeschehen: Marco Wölfli, Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani verlängerten ihre auslaufenden Verträge bis Ende der Saison. In Bezug auf die ausgeliehenen Spieler (Saidy Janko, Jordan Lefort und Frederik Sörensen) sei man in gutem Kontakt mit den jeweiligen Vereinen, damit die Akteure bis zum Ende der Meisterschaft in Bern bleiben könnten.

Die YB-Spieler geniessen nun ein freies Wochenende, bevor sie ab nächster Woche bis Anfang August im Dreitagesrhythmus Ernstkämpfe bestreiten werden.

Aufstellung der Young Boys gegen Winterthur

YB-Aufstellung in der ersten Stunde: Von Ballmoos; Lotomba, Lustenberger, Camara (49. Geiger), Lefort; Fassnacht, Martins, Aebischer, Spielmann; Nsame, Meschack

YB-Aufstellung in der zweiten Stunde: Von Ballmoos (90. Marzino); Janko, Bürgy, Zesiger, Garcia; Sulejmani, Gaudino, Sierro (104. Rieder), Ngamaleu (90. Geiger/104. Maier); Mambimbi, Hoarau

Nicht im Aufgebot: Wölfli, Sörensen, Petignat, Schüpbach, Lauper.