Zum Hauptinhalt springen

Erster Fall im Kanton GraubündenWölfe reissen Esel auf Alp

Ein geschütztes Areal auf der Alp Durnan oberhalb von Andeer war nicht sicher genug: Der Fundort des toten Nutztieres liegt im Streifgebiet des Beverin Rudel.

Der Vorfall des getöteten Nutztieres auf der Alp ereignete sich wenige Tage vor der Abstimmung über das neue Jagdgesetz.  (Themenbild)
Der Vorfall des getöteten Nutztieres auf der Alp ereignete sich wenige Tage vor der Abstimmung über das neue Jagdgesetz. (Themenbild)
Foto: Arno Balzarini (Keystone)

Im Kanton Graubünden haben Wölfe einen ausgewachsenen Esel auf einer Alp gerissen. Der Angriff geschah in der Nacht auf Montag auf der Alp Durnan oberhalb von Andeer.

Beim Riss handle es sich um den ersten Fall im Kanton Graubünden, bei dem ein Nutztier aus der Pferdefamilie von einem oder mehreren Wölfen getötet worden sei, teilte die Bündner Standeskanzlei mit.

Der laut Behördenangaben 32-jährige Esel befand sich zusammen mit drei Artgenossen innerhalb eines geschützten Areals. Das getötete Tier sei von den Wölfen stark genutzt worden. Der Fundort des toten Esels liege im Streifgebiet des Beveriner Rudels, hiess es weiter.

Im Kanton Graubünden leben 35 bis 40 Wölfe; landesweit sind es mittlerweile 80 bis 100 Tiere.

Esel haben bei artgerechter Haltung eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 40 Jahren. Laut einer Statistik der Schweizerischen Interessengemeinschaft Eselfreunde (SIGEF) erreichen Esel in der Schweiz lediglich ein Durchschnittsalter von knapp 16 Jahren. Oft sterben sie noch jung und nicht selten qualvoll, infolge Haltungs- und Fütterungsfehler, heisst es weiter.

SDA/nag

30 Kommentare
    Ruedi Lais

    Und wo ist der Beweis, dass der uralte Esel noch lebte, als sich ein Fleischfresser an ihn machte?