Spanien fürchtet sich vor den Schweizer Standards

Iker Casillas spielt bereits sein dritte WM und ist seit vier Jahren Captain der Selección. Vor dem Auftaktspiel gegen die Schweiz warnt er vor den stehenden Bällen.

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Der Saal für die Pressekonferenz im Bauch des wunderbaren Stadions in Durban war proppenvoll. Sergio Busquets und Iker Casillas beantworteten nach dem Abschlusstraining die letzten Fragen der Journalisten. Mehrheitlich ging es um die Favoritenrolle der Spanier in diesem Turnier. Aus iberischer Sicht sind die Gruppenspiele höchstens ein Vorgeplänkel.

Seitens der Mannschaft hält man den Ball etwas flacher. Casillas war bemüht, die Stärken der Schweizer herauszustreichen. «Wir haben die Aufzeichnungen ihrer Spiele genau angeschaut. Sie haben sehr starke Stürmer und sind vor allem bei Standards gefährlich. Sie haben in der Qualifikation auf diese Weise viele Tore erzielt», warnte der Keeper von Real Madrid.

Das Extralob für Barnetta

«Bei der Schweiz kann jeder Spieler eine Partie entscheiden», sagte Casillas auch. Spanien müssen deshalb gezielt den Sieg suchen. «Wir müssen konzentriert spielen.» Die Weltspitze sei näher zusammengerückt, das habe der bisherige Turnierverlauf gezeigt. «Die Schweiz ist vielleicht nicht Titelfavorit, aber sie können uns das Leben sehr schwer machen», so Casillas weiter.

Überhaupt sei es für die Gegner von Spanien jeweils eine besondere Motivation gegen den Europameister anzutreten. «Wir müssen gewappnet sein und besonders aufpassen», so Casillas. Man dürfe nie einfach von einem Sieg ausgehen. Busquets verwies auf die WM der Schweizer vor vier Jahren in Deutschland. «Ich erinnere mich an das Penaltyschiessen gegen die Ukraine. Sie sind ohne Gegentreffer ausgeschieden», so der Mittelfeldspieler von Barcelona.

Und Busquets hob einen Spieler hervor, der zuletzt in der Schweiz viel Kritik einstecken musste. «Sie sind auf den Seiten stark, vor allem Barnetta. Er ist schnell und sehr ballgewandt», erzählte er. Er verwies auch auf die starke WM-Qualifikation, in der sich die Schweizer unter anderem gegen Griechenland durchgesetzt hatte.

DerBund.ch/Newsnet

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