Schweiz verliert gegen Honduras 0:0

Die Schweiz ist mit vier Punkten an der WM in der Vorrunde ausgeschieden. Das 0:0 gegen Honduras reichte der SFV-Auswahl nicht für die Achtelfinalqualifikation.

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Vier Minuten betrug die Schonfrist für die Schweiz. So lange dauerte die Nachspielzeit im mit nur 28'042 Zuschauern gefüllten Free-State-Stadion. Es war die Fortsetzung einer packenden Schlussphase, in der es auf beiden Seiten haufenweise Torchancen gab. Die besseren hatten jedoch eher die Honduraner, die mit zunehmender Fortdauer der Partie und Verzweiflung der Schweizer freie Räume für Konter vorfanden. In der 71. Minute bewahrte Diego Benaglio mit einem fantastischen Reflex gegen den Schuss von Edgar Alvarez die SFV-Auswahl gar vor dem Rückstand.

Die Schweizer ihrerseits warfen zwar alles nach vorne, agierten in der entscheidenden Phase des Spiels und des Spielfelds zu wenig konstruktiv. Wirklich gefährliche Aktionen musste die Abwehr von Honduras kaum entschärfen. Selbst mit Alex Frei, der nach 68 Minuten für den unglücklichen Blaise Nkufo gekommen war, und auch mit dem zur Pause eingewechselten Hakan Yakin notierten die Schweizer nur fünf meist harmlose Schüsse aufs Tor von Noel Valladares.

Letztlich waren die Schweizer weder dem Führungstreffer noch der Achtelfinal-Qualifikation, für die sogar zwei Treffer benötigt hätte, wirklich nahe – die Szene von Nkufo in der ersten Halbzeig ausgenommen. Das Team war bemüht, hatte seine besten Szenen aber fast nur nach Freistössen. Zweimal verzog Alex Frei knapp.

Die Chance von Blaise Nkufo

Die Schweizer warne nervös in die Partie gestartet und konnten sich kaum Chancen erarbeiten. Wesentlichen Anteil daran hatte auch Blaise Nkufo, der einen ganz schwachen Abend einzog. Der Stürmer, der im Sommer von Twente Enschede zu den Seattle Sounders wechselt, verstolperte praktisch alle Bälle, die er erhielt. Und vor allem vergab er in der 43. Minute die grösste, beste und eigentlich einzige Schweizer Chance vor der Pause. Derdiyok hatte sich auf der rechten Seite gut durchgesetzt und den Ball halbhoch und scharf in die Mitte getreten. Am entfernten Pfosten wollte Nkufo den Ball entweder mit der Brust die wenigen Zentimeter über die Linie drücken – oder sogar den Ball stoppen. Die Aktion missriet, der Ball flog am Pfosten vorbei.

Auf der anderen Seite wurde es nur selten wirklich gefährlich. Einmal entschärfte Diego Benaglio in gewohnt souveräner Manier vor dem heranbrausenden David Suazo. Und einmal musste Gelson Fernandes seinen Ballverlust, der zu einem gefährlichen 4-gegen-1-Konter führte, mit einem Foul stoppen. Ansonsten waren die Schweizer mehrheitlich in Ballbesitz – und eben ungefährlich. Distanzschüsse von Gökhan Inler und Tranquillo Barnetta vor dem Seitenwechsel und Eren Derdiyok, der Alex Frei vorgezogen worden war, oder Stephan Lichtsteiner nach der Pause konnten Valladares nicht beunruhigen.

DerBund.ch/Newsnet

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