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Wie gut ist die «Wasserfabrik» von Bill Gates?

Die Bill-Gates-Stiftung investiert in eine Maschine, die aus Fäkalien Wasser und Strom liefert. Ein guter Ansatz attestiert ein Schweizer Experte. Doch zu kompliziert für die arme Welt.

Es zischt und dampft – und am Ende trinkt Bill Gates Wasser aus seiner «Wundermaschine». (Video: YouTube/thegatesnotes/storyful)

Bill Gates dreht den Wasserhahn auf und lacht: «Es ist Wasser.» Der Gründer des Computergiganten Microsoft steht vor einer Dampfmaschine, wie sie in einem Chemiewerk stehen könnte.

Das Werk ist so gross wie zwei Schulbusse und produziert aus Fäkalien Wasser, Strom und Dünger. Das mutet verwegen an: Unbehandelter Fäkalienschlamm wird aufgekocht, damit sich das feste Material vom Wasser trennt. Die Trockensubstanz wiederum wird verbrannt. Dabei entstehen Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius und Hochdruckdampf, der einen Stromgenerator antreibt. Gleichzeitig wird der Wasserdampf aus dem Schlamm in einem Staubabscheider und durch verschiedene Filter und Membranen von Schmutzpartikeln befreit, bevor er in der Kondensationsanlage zu Wasser wird. Für Gates ist der «Omniprocessor» eine «geniale Maschine» und er versichert im Werbefilm: Es ist köstliches Trinkwasser.

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