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Raumfahrer docken endlich an ISS an

Die Besatzung des Sojus-Raumschiffs erreicht mit Verspätung ihr Ziel, die Internationale Raumstation. Aus der geplanten «Schnellreise» wurde unerwartet ein zweitägiger Trip.

Mit zwei Tagen Verspätung haben die zwei russischen Kosmonauten und der amerikanische Astronaut mit der Sojus TMA-12M an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. In der Nacht zum Freitag um 00.53 Uhr (MEZ) rund 400 Kilometer über Brasilien erreichte die Kapsel ihr Ziel, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. «Der automatische Modus hat super funktioniert», sagt der ESA-Experte René Pischel. Die Luke zur ISS wurde 03:40 Uhr (MEZ) zum Umsteigen geöffnet und alle drei seien wohlauf.

Die drei Raumfahrer Steve Swanson, Alexander Skworzow and Oleg Artemjew sollen sechs Monate auf der ISS verbringen. Auf der Raumstation sind bereits seit November der Japaner Koichi Wakata, der Amerikaner Rick Mastracchio und der Russe Michail Tjurin.

Normalerweise benötigen die russischen Raumschiffe zwei Tage, um die ISS zu erreichen. Am Mittwoch funktionierte die neue, nur sechs Stunden dauernde «Schnellreise» zur Station nicht, so dass die Erde insgesamt 34-mal statt nur 4-mal umrundet werden musste. Grund für die Probleme war nach bisherigen Erkenntnissen ein Software-Problem.

Die ISS ist dauernd mit sechs Raumfahrern besetzt, die in Gruppen und zeitlich versetzt alle sechs Monate wechseln. Während ihres 170 Tage dauernden Aufenthalts auf der ISS sollen die beiden Russen und der US-Astronaut zahlreiche Experimente und mehrere Ausseneinsätze ausführen.

(AP/AFP)

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