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«Oft war das Schiff alles, was ein Kapitän besass»

Nach dem Unglück der Fähre Sewol wird einmal mehr das Verhalten einer Schiffscrew diskutiert. Der Schweizer Schiffsoffizier Roger Witschi erklärt, ob ein Kapitän auf einem sinkenden Schiff bleiben muss.

Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Lee Jeong-ryong/Yonhap, Keystone
Wut und Trauer: Angehörige gedenken der Opfer am Ort, wo die Sewol sank. (15. April 2015)
Wut und Trauer: Angehörige gedenken der Opfer am Ort, wo die Sewol sank. (15. April 2015)
Jeon Heon-Kyun/Pool, Keystone
Das südkoreanische Passagierschiff Sewol ist gesunken. (Archivbild)
Das südkoreanische Passagierschiff Sewol ist gesunken. (Archivbild)
Keystone
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Im Zusammenhang mit dem Unglück der Fähre Sewol wird wieder diskutiert, ob ein Kapitän ein havariertes Schiff verlassen darf. Gibt es dazu ein Gesetz?

Ein eindeutiges Gesetz, dass der Kapitän als Letzter von Bord geht, gibt es nicht. Es gab auch schon Vorfälle, bei denen der Chefingenieur oder ein Matrose als Letzter an Bord war. Nehmen wir an, ein Frachter steckt in Seenot und wird von der Crew verlassen: Faktisch geht in so einem Fall jener als Letzter vom Schiff, der das Beiboot abstösst. Das dürfte weniger der Kapitän sein. Der leitet in so einer Situation das Team und kommuniziert mit den Rettungskräften.

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