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Nasa löst Rätsel um mysteriösen Donut-Stein auf dem Mars

Der Mars-Roboter Opportunity hatte Anfang Januar einen Stein entdeckt, der scheinbar aus dem Nichts auftauchte. Nun hat die Nasa eine ganz profane Erklärung dafür gefunden.

Plötzlich war er da: Vorher- und Nachher-Aufnahme desselben Stückes Marsboden.
Plötzlich war er da: Vorher- und Nachher-Aufnahme desselben Stückes Marsboden.
AP Photo/NASA, Keystone

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat das Rätsel um einen mysteriösen Stein gelöst, der plötzlich auf Bildern des Mars-Roboters Opportunity aufgetaucht war. Wie die Nasa mitteilt, wurde der entfernt an einen Donut erinnernde Stein durch ein Rad des Rovers ins Blickfeld von dessen Kamera gestossen. Die Bilder des merkwürdigen Gebildes hatten weltweit für Rätselraten gesorgt.

Der etwa vier Zentimeter grosse Stein war am 8. Januar scheinbar aus dem Nichts auf dem felsigen Untergrund neben Opportunity aufgetaucht. Zwölf Tage zuvor war an der Stelle noch nichts gelegen, wie damals aufgenommene Bilder zeigten.

«Wir können die Spur sehen»

Laut Nasa stammte der offiziell Pinnacle Island genannte Stein, der aussen weiss und im Innern dunkelrot gefärbt ist, von einem ähnlichen Brocken in der Nähe. Demnach wurde er von dort Anfang Januar durch den sechsrädrigen Roboter selbst abgelöst.

Nachdem Opportunity etwas zurückgesetzt worden sei, sei oberhalb ein umgestossener Stein «von derselben ungewöhnlichen Erscheinung» zu sehen gewesen, sagte Ray Arvidson von der Washington-Universität in St. Louis, der am Opportunity-Programm teilnimmt. «Wir sind drübergefahren. Wir können die Spur sehen.»

Auch wenn die Erklärung für das Auftauchen profan ist, bleibt der Stein ungewöhnlich. Das Spektrometer von Opportunity habe «ein hohes Niveau an Mangan und Schwefel» gemessen, erklärte die Nasa. Diese wasserlöslichen Bestandteile deuteten darauf hin, «dass sie in dem Stein durch die Aktivität von Wasser konzentriert wurden».

Das unverwüstliche Fahrzeug Opportunity erforscht den Mars nun bereits seit dem Jahr 2004, obwohl seine Mission ursprünglich nur auf wenige Monate ausgelegt war. Sein Zwillingsroboter Spirit hörte 2010 auf zu funktionieren.

AFP/mw

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