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Google und die eigene Satellitenflotte

Eine halbe Milliarde Dollar blättert Google hin, um die Satellitenfirma Skybox zu kaufen. Was will der Webriese mit dem Investment?

Die Türen ins All für Google: Das Skybox-Logo am Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien. (10. Juni 2014)
Die Türen ins All für Google: Das Skybox-Logo am Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien. (10. Juni 2014)
Justin Sullivan/Getty Images, AFP
Beobachter aus grosser Höhe: Satellitenbild von Kiew, das eine Rauchsäule während der Maidan-Proteste zeigt. (18. Februar 2014)
Beobachter aus grosser Höhe: Satellitenbild von Kiew, das eine Rauchsäule während der Maidan-Proteste zeigt. (18. Februar 2014)
AP Photo/Skybox Imaging, Keystone
Rund um die Uhr, rund um die Welt: Satelliten umkreisen den Planeten. (Computerbild)
Rund um die Uhr, rund um die Welt: Satelliten umkreisen den Planeten. (Computerbild)
Keystone
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Die Firma Skybox, die die Erdbeobachtung aus dem All mit der Auswertung detailreicher aktueller Bilder revolutionieren will, soll bald zu Google gehören. Dem Internetkonzern würde das den Weg zu einer eigenen Satellitenflotte eröffnen. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar, wie der Internetkonzern mitteilte.

Als Dienstleistungen nennt Skybox zum Beispiel die Überwachung von Feldern auf Schädlingsbefall und die Aufsicht über Energiepipelines. Auch die Auswertung der Containerbewegungen in Häfen, der Aktivität auf Flughäfen oder der Bestände auf Parkplätzen von Autohändlern ist möglich.

Google Maps aktuell halten

Die Satelliten von Skybox sollen helfen, die Google-Karten auf aktuellem Stand zu halten, erklärte der Internetkonzern. Ausserdem hoffe Google, damit die Versorgung mit Internetzugängen und die Hilfe bei Unglücken und Naturkatastrophen zu verbessern.

Google ist selbst bei der Entwicklung digitaler Satellitenkarten mit seinem Projekt Google Earth weit vorangekommen. Etablierte Anbieter wie Digital Globe oder Geo Eye haben den Erdball erfasst, Skybox verspricht jedoch frischere Bilder auf Bestellung.

Zwei Dutzend Satelliten ins All

Skybox ist einer von mehreren neuen Anbietern, die von drastisch gesunkenen Kosten für Entwicklung und Herstellung von Satelliten profitieren wollen. Sie packen ihre Technik in deutlich kleinere Satelliten, als man sie früher baute.

Skybox startete im Jahr 2009. Mitgründer Dan Berkenstock verkündete bereits früh die Vision, man wolle jedem die Möglichkeit geben, jederzeit zu sehen, was überall auf der Welt passiere.

Skybox will dafür über die Jahre rund zwei Dutzend Satelliten ins All bringen, steht bei dem Plan aber erst am Anfang. Die Skybox-Satelliten sind nach bisherigen Berichten rund 100 Kilogramm schwer. Das macht es auch günstiger, sie ins All zu bringen, als früher. Die Kosten pro Satellit werden auf rund 25 bis 50 Millionen Dollar geschätzt.

(SDA)

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