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Forscher entwickeln einen E-Rollator fürs Gelände

Erleichterung für Rentner: Ingenieure haben einen elektrischen Rollator erfunden, mit dem alte Menschen auch mühsame Wege bewältigen können.

Ingenieure entwickeln einen E-Rollator: Das Outdoor-Gefährt ermöglicht es Menschen mit Gehbehinderung, sich im Gelände leicht zu bewegen.
Ingenieure entwickeln einen E-Rollator: Das Outdoor-Gefährt ermöglicht es Menschen mit Gehbehinderung, sich im Gelände leicht zu bewegen.
J. Wirth /HSLU

Senioren sollen mit ihrem Rollator auf Wanderwegen gehen und schwere Einkäufe eine steile Strasse hinaufschieben können. Ingenieure aus Deutschland, Schweden und der Schweiz haben einen elektrischen Rollator fürs Gelände entwickelt. Er soll 2016 auf den Markt kommen.

Die geländegängige Mobilitätshilfe wird durch einen Elektroantrieb unterstützt und ist mit einem Navigations- und Notfallsystem ausgestattet. Entwickelt wurde sie in den vergangenen drei Jahren unter der Leitung der Hochschule Luzern, wie diese am Dienstag mitteilte.

Der E-Rollator soll in den nächsten 12 bis 18 Monaten auf den Markt kommen. Vertreiben will ihn ein schwedischer Hersteller. Die Kosten für den im Handel erhältlichen Rollator werden auf jene eines Elektrovelos der Mittelklasse geschätzt.

Im Kanton Zug von Senioren getestet

Das Gerät wurde in den letzten Monaten von über 40 Seniorinnen und Senioren aus dem Kanton Zug getestet. Die Resultate sind laut Hochschule positiv. Nun soll der Prototyp weiterentwickelt werden.

Am Rollator wird der Elektromotor automatisch über die Handgriffe gesteuert. Ein integrierter Tablet Computer stellt seniorengerechte Apps, ein Navigationssystem und ein Notfallsystem zur Verfügung. Das Navigationssystem ist so ausgelegt, dass es auch in Gebäuden funktioniert. Es schlägt nur Wegstrecken vor, die mit einem Rollator zu bewältigen sind.

Am Forschungsprojekt waren auch das Sozialamt des Kantons Zug, die Firma Careguide aus Cham, Geo7 aus Bern und Trikon Solutions aus Neuhausen SH beteiligt. Weitere Projektpartner stammen aus Österreich und aus Schweden. Finanziert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation des Bundes.

SDA/brn

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